Lehrerin von ganzem Herzen

OB Michael Cerny (links) und Schulrätin Beatrix Hilburger (rechts) gaben Rektorin Marion Weigl (Zweite von rechts) und ihrer Stellvertreterin Pia Täschner die besten Wünsche mit auf den Weg. Bild: gf

An was erinnern sich eigentlich Kinder nach der Schule? An Lernstoff sicher weniger. "Sondern an Augenblicke, in denen sie vom Lehrer gelobt, unterstützt und angenommen wurden", sagte Marion Weigl bei ihrer Amtseinführung zur neuen Rektorin an der Albert-Schweitzer- Grundschule. Sie sei von ganzem Herzen Lehrerin, betonte Weigl.

Mit einem Intercity verglich Pia Täschner, die stellvertretende Schulleiterin, die Albert-Schweitzer-Grundschule. Hier herrsche ein flotter Geist und schnelle Verbindungen zwischen Schülern, Lehrern und Schulamt. Dieser Intercity lasse keine kleinen Bahnhöfe aus, sondern hole die Schüler dort ab, wo sie gerade stehen. Für gut abgestimmte Fahrpläne sei das Schulamt zuständig und für den Bordservice die Mittagsbetreuung oder der Elternbeirat. Den wichtigsten Posten im Zug habe der Lokführer, der den Zug mit Kompetenz, Durchsetzungsvermögen und auch Charme ans Ziel bringe. Dafür komme jetzt Marion Weigl an Bord.

OB Michael Cerny meinte, dass ein Schulleiter gute Nerven brauche, um den Kindern, auch denen, die die deutsche Sprache nicht flüssig beherrschen, das Fundament für den Lebensweg zu ebnen. In der Grundschule werde nicht nur Lesen und Rechnen gelernt, sondern es würden auch Werte vermittelt.

Der neuen Rektorin, so Cerny, sichere er die Unterstützung des Sachaufwandsträgers zu, wenn es um die angemessene technische Ausstattung der Albert-Schweitzer-Grundschule gehe. Personalratsvorsitzende Elke Schmidt gratulierte Marion Weigl, dass sie wieder in ihrer "Heimatschule" angekommen sei. mit Lach-Yoga sei es ihr gelungen, ihr neues Team gleich fröhlich einzustimmen. Mit Sorge habe der Elternbeirat dem kompletten Austausch der Schulleitung entgegengesehen, so Vorsitzender Wolfgang Fahrnholz, aber Rektorin Marion Weigl und ihre Stellvertreterin Pia Täschner hätten ungeahnten Tatendrang entwickelt - "und wenn es sein muss, kann die neue Rektorin wahrscheinlich sogar einen Bagger bedienen", sagte Fahrnholz.

Schulrätin Beatrix Hilburger hob hervor, dass es nicht oft vorkomme, dass an einer Schule die komplette Chefetage neu formiert werde. Mit zwei Symbolen, Stempel und Herz, bedankte sich Marion Weigl.

An einer Schule mit Herz wolle sie mitwirken, so Weigl. Sie verteilte herzförmige Plätzchen-Ausstechformen mit dem Goethe-Spruch "Es muss von Herzen kommen, was im Herzen wirken soll". Da in der Grundschule Kinder aus Albanien, China, Polen, Rumänien, Russland, Türkei und den Vereinigten Staaten unterrichtet werden, hießen die ihre neue Rektorin in der jeweiligen Landessprache willkommen.
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