Lesung mit Norbert Neugirg in der Maffei-Schachthalle
Deftige Aufstriche zum Spezialbier

"Das Auerbacher Jubiläumsbuch scheiterte an dem Versuch, es nach 700 Jahren zu verfassen und es pünktlich erscheinen zu lassen, so das dass Jubiläum letztes Jahr buchlos und vegebens war." Gut informiert über Auerbacher Lokalanekdoten zeigte sich Norbert Neugirg, der am Samstag im Bergwerk in Nitzlbuch zur Maffei-Spezial-Lesung gekommen war.

Der Windischeschenbacher Wortkünstler fasste gleich zu Beginn den Bürgermeister ins Visier. Der nehme sich nun dem Jubiläumsbuch selber an, dann laufe es strammer, denn "die Hymne war ja auch der Hammer!" Erscheinen werde das Buch wahrscheinlich dann, wenn der Berliner Flughafen eingeweiht werde. Ob Lokales, Politik, der rotznasige Nachwuchs, der teure Kinderkrippen fordert, all das hatte Neugirg in seinem Auftritt auf der Schippe und die Lacher auf seiner Seite.

Gekonnt gedichtet, ohne Luft zu holen, teilte er kräftig aus, vor allem auch gegen die Franken, von denen sich einige im Publikum befanden. Musikalisch unterstützt wurde er dabei von "Hullerngroove", einer dreiköpfigen Formation mit Steirischer, Kontrabass und Gitarre. Wer dabei Volksmusik erwartete, der wurde zwar mit dem "Girgala" zunächst belohnt, doch dann folgten virtuose Darbietungen etwa von Abba-Coversongs oder der Titelmelodie aus den "Rosenheim-Cops". Ideale Begleitung für Neugirg und seine teils sehr frechen, frivolen und hinterfotzigen Texte. Die Schachthalle im Bergwerk bot die ideale Kulisse für den frischfrechen Abend, die Plätze waren ausverkauft.

Dazwischen bot der Maffeiverein sein extra für diesen Anlass gebrautes "Spezialbier" an, ebenso kleine herbstliche Kulinarien.
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