Letzter Mosaikstein

So soll es aussehen, das neue Büro- und Geschäftshaus an der Emailfabrikstraße. Im dahinterliegenden Karree zwischen Arbeitsamt, Sparkasse und dem Dienstleistungsgebäude an der Marienstraße entstehen Parkplätze. Grafik: Gewerbebau

Wie lange dauert es, ein neues Stadtviertel aus dem Boden zu stampfen? 30 Jahre nach dem Konkurs der Firma Baumann beginnen im Frühjahr die Arbeiten für das letzte Projekt auf dem wiederbelebten Industriegelände.

Im Büro von Karlheinz Brandelik ist die Baugenehmigung eingegangen. Somit gibt es grünes Licht für das Vorhaben der Gewerbebau GmbH, ein weiteres Büro- und Geschäftshaus auf dem ehemaligen Baumanngelände zu errichten. Das Gebäude in L-Form soll die Bebauung auf der einstigen Industriebrache östlich der Altstadt abschließen. "Die Wirtschaftsförderung der Stadt Amberg setzt an der Emailfabrikstraße den letzten Mosaikstein im dann komplett revitalisierten Viertel", erklärt Brandelik.

In zwei Bauabschnitten investiert das städtische Tochterunternehmen rund elf Millionen Euro. Im März 2016 sollen die Arbeiten für Phase eins beginnen. Der Startschuss für den zweiten Abschnitt ist für Jahresende geplant. Spätestens im Sommer 2018 sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein. Natürlich hat bei den Planungen auch das Thema Parken eine Rolle gespielt. "Mit 75 Stellplätzen im Freien und 125 Tiefgaragenplätzen wird das neue Bürogebäude großzügig mit Parkraum versorgt", sagt der Gewerbebau-Chef.

Die Gesamt-Nutzfläche liegt bei 4686 Quadratmetern - Platz für Geschäfte, Praxen und Büros. Weil ein zukunftsfähiger Breitbandanschluss unerlässlich sei, würden direkt im Gebäude Glasfaserkabel verlegt. Auch eine Ladestation für Elektrofahrzeuge ist vorgesehen. Laut Brandelik sind für den ersten Bauabschnitt bereits fünf Mieter gefunden. "Zwei Einheiten stehen noch zur Verfügung." Wenige hundert Meter entfernt, an der Marienstraße, soll zur gleichen Zeit ein neues Parkhaus mit 1200 Stellplätzen entstehen (wir berichteten). Wenn beide Projekte abgeschlossen sind, ist das ehemalige Gelände der Firma Baumann komplett neu bebaut. Der Hersteller von Email-Waren, der einst bis zu 2500 Mitarbeiter beschäftigte, hatte 1986 Konkurs angemeldet. Nur ein Jahr später begann der Abriss der Fabrikgebäude. (Angemerkt)
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