Liebeserklärung an Amberg

Sie darf natürlich in keinem Amberg-Film fehlen: die Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg. Bilder: kge (2)

Was James Bond und Darth Vader können, gelingt Heidemarie und Wolfgang Sander schon lange. Die Filmemacher schafften es ohne Probleme, im Kino gleich zwei Säle zu füllen.

"Über so viele Besucher im Gottesdienst würde sich unser Pater auch freuen", eröffnete Oberbürgermeister Michael Cerny die Premiere von "Amberg - zwischen Tradition und Moderne". Sogar auf den mit Teppich bezogenen Stufen der Säle eins und drei im neuen Cineplex saßen am Sonntagvormittag die Besucher dicht gedrängt. Und die Hauptdarstellerin der Matinee war keine große Hollywood-Berühmtheit, sondern unsere liebenswerte Heimatstadt Amberg.

Heidemarie und Wolfgang Sander hatten in zweieinhalb Jahre dauernder Filmarbeit eine Dokumentation voller Herzlichkeit und Zuneigung geschaffen. Ob es nun um die mittelalterliche, die kirchliche, die schulische, die wehrhafte oder industrielle Bedeutung von Amberg geht - kein Thema wurde ausgelassen.

Material für vier Stunden

Zeitzeugen wie die unzähligen Brauereien und Kasernen, die im Laufe der Jahrzehnte neuen Zwecken zugeführt wurden, machen ihre Entwicklung deutlich. "Das Material hätte für vier Stunden locker gereicht", erklärte Heidemarie Sander, aber mit den 73 Minuten haben sie und ihr Ehemann ein kurzweiliges Juwel der Stadtgeschichte geschaffen.

Einigen jungen Kinogängern dauerte der Film zwar etwas zu lang, nachdem das letzte Popcorn seinen Weg in den Mund gefunden hatte, aber für die nächste Heimat- und Sachkundestunde waren sie auch so bestens vorbereitet.

Mit den Sprechern Ilse Neubauer und Peter Veit sowie der Musik von Stefan Huber und Koma Lüderitz haben die beiden Amberger Produzenten nachweislich einen sehr guten Griff gemacht. Ihre Erzählungen und die manchmal mittelalterlichen oder auch bayerischen Klänge vertonen gekonnt die Szenen.

Wunderschöne Luftaufnahmen und alte Fotos wechseln sich mit Filmmaterial aus Spaziergängen durch Gassen und Grünanlagen ab. Manchmal verzerrt das Format aufgenommener Sequenzen, aber das kann der Betrachter wohlwollend als gelungenen Kunstgriff verstehen.

Begeistertes Publikum

Zum Abspann hörte man solche Sätze wie: "Den Film muss ich unbedingt meinen Kindern schenken!" Oder auch: "Wer unsere Stadt nicht kennt und diesen Film sieht, wird von ihr begeistert sein."
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