Lieblingsgegner sehen anders aus

Unhaltbar für den Edelsfelder Torhüter Bernd Fischer (Bild) traf der Königsteiner Torjäger Thomas Scheidler am zehnten Spieltag per Foulelfmeter zum 1:0. Statistiker haben errechnet, dass rund 80 Prozent aller Elfmeter verwandelt werden, denn der Torwart ist eindeutig in der schlechteren Position. Bei einer Größe des Tores von 7,32 mal 2,44 Meter muss der Keeper knapp 18 Quadratmeter abdecken. Bei einer durchschnittlichen Körpergröße von 1,80 Meter hat der Torwart eine Front-Körperfläche von nur rund 0,9 Qu

Die DJK Ursensollen erwartet am zwölften Spieltag der Kreisliga Süd den SSV Paulsdorf. Die DJK-Bilanz gegen diese Mannschaft ist verheerend - und dass der beste Gästestürmer ausgerechnet Tobias Scherm heißt, ist besonders schmerzlich.

Denn der stammt aus Ursensollen und steht in der Schützenliste mit acht Treffern an zweiter Position. In Utzenhofen haben die Spieler momentan die Seuche am Fuß, und da könnte zur "Heilung" kein Besserer kommen als das Schlusslicht aus Loderhof, das bisher nur einen einzigen Punkt geholt hat - auch wenn DJK-Abteilungsleiter Tobias Geitner davor warnt, den Gegner zu unterschätzen.

In Ehenfeld steigt eines von zwei Verfolgerduellen, wenn der TuS/WE Hirschau den SV Raigering erwartet. Nummer zwei lautet ASV Haselmühl kontra Germania Amberg - die beiden liegen punktemäßig gleichauf.

TuS/WE Hirschau       SV Raigering
(cgh) Zuletzt schlitterte der TuS/WE mehr und mehr an die gefährliche Region der Tabelle. Ob die Kaoliner ihre Mini-Krise mit dem Dreier in Schmidmühlen überwunden haben, wird sich am Samstag, 3. Oktober, auf der Ehenfelder Löschenhöhe gegen den SV Raigering zeigen. Der Bezirksliga-Absteiger ist als einziges Team in dieser Saison noch unbezwungen und wartet zudem mit der besten Abwehr der Liga (erst sieben Gegentore) auf. Die "Panduren" zählen mit ihrem qualitativ hochwertigen Kader sicherlich zu den Aufstiegsfavoriten der Kreisliga Süd, aber die Truppe von Martin Kratzer hat auch ihre Schwachpunkte.

TuS/WE-Coach Jörg Gottfried wird sein Team wieder bestens auf den Gegner einstellen, man hat zwar Respekt vor dem SVR, allerdings will man sich nicht hinten reinstellen, sondern auch selbst die Initiative ergreifen. Nicht dabei am Samstag sind Stefan Pfab und Philipp Falk. Alexander Held hat seine Verletzung auskuriert, ein Einsatz in der "Ersten" kommt aber noch zu früh für ihn.

TuS Rosenberg       TuS Kastl
(kok) Nach zuletzt drei Siegen in Folge setzte es für den TuS Rosenberg am vergangenen Wochenende eine deftige 0:5-Schlappe gegen Germania Amberg. Nun gibt der Tabellenführer aus Kastl seine Visitenkarte im Aicher-Stadion ab. Die Schweppermänner gelten als Favorit auf die diesjährige Kreisligameisterschaft und können mit einem Auswärtsdreier den nächsten Schritt dahin machen. Von vornherein geschlagen geben wird sich die Heimelf um Kapitän Meindl jedoch mit Sicherheit nicht. Die Rosenberger müssen versuchen, im Defensivverbund kompakt zu stehen und so lange wie möglich die Null zu halten. Vielleicht kommt man mit dem ein oder anderen Nadelstich zum Erfolg und kann so für die Überraschung des Spieltages sorgen.

Inter Bergsteig       SVL Traßlberg
Interessant wird es am Tag der Deutschen Einheit auf der Pater-Karl-Küting-Sportanlage. Der Inter Bergsteig empfängt den SVL Traßlberg, die nur einen Punkt auseinanderliegen: Inter 15, Traßlberg 14. Das allein ist Motivation genug für beide Mannschaften. Zudem ist diese Begegnung zum Prestigeduell geworden. Ehemalige Bergsteiger wie Bellmann und Dauer tragen jetzt das Traßlberger Trikot. Die Trainer beider Clubs, Andreas Scheler und Ilker Caliskan, sind ebenfalls alte Bekannte und wollen sich nichts schenken. In der Kreisliga Süd können drei Punkte eine gravierende Änderung des Tabellenplatzes bedeuten. Ein Fehler kann sehr böse bestraft werden. Welche Mannschaft den längeren Atem hat, wird sich herausstellen. Traßlberg hat gegen Raigering in der Vorwoche ein Remis erzielt und kommt mit gestärkter Brust.

DJK Utzenhofen       SV Loderhof
(aun) Von der Papierform her steht die DJK Utzenhofen vor einer vermeintlich leichten Aufgabe. Allerdings können solche Spiele die schwierigsten sein und die klaren Außenseiter zu großen Stolpersteinen werden, wenn man sie auf die leichte Schulter nimmt. Die Verantwortlichen warnen ihre Schützlinge eindringlich davor, diesen Gegner zu unterschätzen. "Uns erwartet definitiv ein schweres Spiel. Loderhof hat Qualität, zählt seit Jahren zu den etablierten Teams in der Liga mit einer Menge Erfahrung. Warum es bei ihnen noch nicht nach Wunsch läuft, ist schwer einzuschätzen", sagt DJK-Abteilungsleiter Tobias Geitner. Der ist mit der Bilanz der Utzenhofener ("Sie könnte besser sein") nicht ganz zufrieden, zumal die ersten sechs Spiele nicht verloren wurden. Die letzten vier dagegen alle. "Momentan haben wir ein wenig die Seuche. Aber ich bin guter Dinge, dass sich unsere Situation bessert." Veränderungen beim Passspiel und mehr taktische Variationsmöglichkeiten sind gefordert, dazu mehr kämpferischer Einsatz, auch wenn wieder drei Stammspieler ausfallen.

ASV Haselmühl       Germania Amberg
(pme) Im Duell des Vierten gegen den Dritten stehen sich der ASV Haselmühl und Germania Amberg im Vilstalstadion gegenüber. Die Gäste gewannen gegen den TuS Rosenberg klar mit 5:0 und sind mit 17 Punkten gleichauf mit dem ASV. Bisher mussten die Germanen erst eine Niederlage gegen Hirschau (1:3) hinnehmen, haben aber fünfmal mit Unentschieden den Platz verlassen. Die Auswärtsbilanz mit drei Siegen und einem Unentschieden lässt aufhorchen und sollte für den ASV eine Warnung sein. Bei den Eckl-Jungs läuft die Saison für einen Aufsteiger bisher sehr gut, aber die Verletztenliste wird immer länger. Allerdings sollten mit Andreas Hammerl und Manuel Koch am Sonntag, 4. Oktober, wieder zwei Leistungsträger zur Verfügung stehen. Gegen die Germanen wurden - vor allem in Vorbereitungsspielen - immer gute Ergebnisse erzielt und spannender Fußball geboten. Will man aber gegen die auswärtsstarken Gäste punkten, muss eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den letzten Partien auf den Platz gebracht werden.

TSV Königstein       SV Schmidmühlen
(jsb) Mit einer guten Portion Selbstvertrauen geht der TSV Königstein ins Heimspiel gegen Schmidmühlen. Nach zuletzt zwei Siegen, inklusive dem Derbyerfolg in Edelsfeld, zeigt die Formkurve wieder nach oben. Zum einen kann man mit den spielerischen Leistungen zufrieden sein, aber auch der Einsatz und Wille stimmten zuletzt. Rückenwind sollte auch die Tatsache geben, dass man zu Hause erst ein Spiel verloren hat. Beim TSV fehlen weiterhin die verletzten Gebhard und Müller. Mit Schmidmühlen kommt allerdings ein Gegner nach Königstein, der sieben seiner bisherigen zehn Zähler auf fremden Plätzen geholt hat. Der letzte Sieg liegt allerdings auch schon sechs Spieltage zurück. Für den SVS ist deshalb ein Sieg fast schon Pflicht, wenn man den Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen nicht zu groß werden lassen will.

DJK Ursensollen       SSV Paulsdorf
(mdl) Ursensollen kann keine Derbys - das ist das Fazit nach der Begegnung gegen den Nachbarn aus Kastl. Dabei gestaltete die DJK die Partie gegen den Tabellenführer über weite Strecken ausgeglichen und hatte selbst genug Möglichkeiten, als Sieger den Platz zu verlassen. Am Ende musste man aber eine 0:2-Niederlage hinnehmen und ohne Punkte die Heimreise antreten. Wieder einmal toll gespielt, aber sich selbst nicht belohnt, lautete das frustrierende Resümee im Ursensollener Lager. Mit dem SSV Paulsdorf kommt nun eine Mannschaft an den Rängberg, gegen die es in allen bisherigen Aufeinandertreffen nur Niederlagen hagelte - Lieblingsgegner sehen anders aus. Schmerzlich ist es außerdem, dass mit Gästestürmer Tobias Scherm ausgerechnet ein Ursensoll-ener die DJK häufig im Alleingang erlegte. Die Mannschaft von Trainer Grünwald wird daher mit einer breiten Brust nach Ursensollen reisen und versuchen, die deftige 0:4-Klatsche in Königstein wieder vergessen zu machen.

Nach drei Auswärtspartien in Folge ist die Steinl-Elf jedoch nicht gewillt, die Punkte in einem Heimspiel kampflos zu überlassen. Die Marschrichtung für die Männer um Kapitän Edenharder ist klar: Die Serie der Gäste zu durchbrechen und mit drei Punkten wieder zurück in die Spitzengruppe, um sich in einer ausgeglichenen Liga frühzeitig von den hinteren Plätzen abzusetzen.
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