Liste regelt, welche Straßen saniert werden sollen - jedoch ohne Garantie
Saniert wird generell nach Liste

Die Untere Nabburger Straße gehört zu den Problemfällen in der Altstadt. Der Kanal darunter ist völlig marode und muss dringend saniert werden. Bild: Hartl

Fast nichts "lieben" unsere Stadträte mehr, als auf die maroden Straßen in Amberg angesprochen zu werden. Meist verbunden mit der Frage, wann denn endlich mal was passiere. Hier kann geholfen werden.

Bernhard Schöppl von der CSU hat die Verwaltung vor einigen Monaten mit dem Auftrag ausgestattet, eine Prioritätenliste zu erstellen, aus der einigermaßen verlässlich hervorgeht, welche Straßen und Brücken unserer Stadt an erster Sanierungsstelle stehen.

Diese Liste gibt es eigentlich schon sehr lange - natürlich ohne Gewähr. Denn auch wenn sie nach den Worten von Baureferent Markus Kühne inzwischen umfassend überarbeitet und aktualisiert worden ist, es könne sich immer was ändern. Allerdings basiert die neue Aufstellung auf fünf grundlegenden Säulen, nach welchen sich die Dringlichkeit einer solchen Maßnahme durchaus bestimmen lässt.

Oft der Kanal schuld

Punkt eins ist der Verkehrssicherheitsaspekt, verbunden mit dem Ergebnis einer Straßenzustands-Bewertung. Besteht also die Gefahr, dass bei einem durchfahrenden Auto die Achsen brechen, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Sanierung. Dann folgen Maßnahmen wie die notwendige Erneuerung von Kanal oder Leitungen. Geänderte Verkehrsbelastung und -bedeutung sind weitere Faktoren, weiterhin Neugestaltungsabsichten wie die Altstadtsanierung oder schlicht attraktive Sonderförderungen wie es am Roßmarkt der Fall war.

Auf den ersten Platz außerhalb der Stadtmauern haben es nach dieser Punkteliste die Gümbel- und die Bäumlstraße (hier der Bereich zwischen Dreifaltigkeitsstraße und Mosacherweg) geschafft. Die Gümbelstraße, weil hier dringendst der Kanal ausgewechselt werden muss, die Bäumlstraße wegen des schlechten Gesamtzustands. Danach folgen die Hörburgerstraße (nordöstlicher Teil) und Am Glaser wegen der Verkehrssicherheit.

Asam- und Dreifaltigkeitsstraße ganz weit oben

Erneuert werden muss außerdem die Asamstraße und auch die Dreifaltigkeitsstraße zwischen Regensburger und Bäumlstraße steht auf der Liste ganz weit oben. Danach folgen Teile der Philipp-Melanchthon-Straße und Am Kugelfang. In der Altstadt haben es Obere und Untere Nabburger Straße auf die Top-Plätze geschafft. Hier ist jeweils der Kanal in einem desolaten Zustand - und bekanntlich nicht nur der. Es folgen das Münzgäßchen, die Vilsstraße und die Jesuitenfahrt, die Paulanergasse (soll im Zuge des Schießlstadl-Umbaus laufen), die Herrnstraße, die Badgasse und die Neustift.

Die Kategorie "Brücken und Bauwerke" führt die Leopoldbrücke an, die aber erst einmal zurückgestellt worden ist. Es folgt eine Stützmauer in der Leopoldstraße, die dringend gemacht werden muss, dann die Sanierung des Überbaus des Ledererstegs. Auch die Périgueuxbrücke muss einmal wieder aufgefrischt werden und dann zeigen drei Brücken an der AM 30 bereits wieder erste Schäden durch das Eindringen gelöster Auftausalze.

Liste bitte einhalten

Wenn es diese Liste schon gebe, so Dieter Amann (SPD), dann möge sie bitteschön auch eingehalten werden - damit er als Stadtrat den Bürgern jetzt nicht irgendwas erzähle, was dann wieder ganz anders komme. Eine Garantie dafür hat er allerdings nicht bekommen.
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