Löwen beißen sich an Tausendsassa Jonas Leserer die Zähne aus - Glanzloser 5:3-Sieg gegen den ...
Das Schützenfest fällt aus

Ein Mann wie eine Wand: Regensburgs Torhüter Jonas Leserer (hinten) brachte die Spieler des ERSC Amberg zur Verzweiflung. Erst mit dem Treffer zum 5:3 durch Florian Bartels (Mitte) in der Schlussminute hatte das Zittern ein Ende. Bild: brü
Es war eine müde Vorstellung, die der ERSC Amberg in der Eishockey-Landesliga am Freitagabend gegen das Kellerkind aus Regensburg bot. Das Verrückte daran: Es hätte sowohl ein Schützenfest werden, aber auch komplett schief gehen können. Am Ende zählen nur die drei Punkte durch den 5:3-Erfolg und ein 17-Jähriger durfte im Tor sein Debüt feiern.

So richtig ernst können die Löwen den Gegner nicht genommen haben, trotz der eindringlichen Vorwarnungen ihres Trainers, denn Stefan Ponitz beschlich schon vor der Partie ein ungutes Gefühl. Regensburg war mit nur neun Feldspielern angereist und stand praktisch vom Anpfiff weg mit dem Rücken zur Wand. Die Gäste rührten in der Abwehr richtig Beton an und die Amberger verstrickten sich immer wieder in Einzelaktionen. Dennoch hatte der ERSC ein fast irrsinniges Chancenverhältnis, aber er scheiterte entweder an der fehlenden Treffsicherheit, mehr jedoch am überragenden EVR-Schlussmann Jonas Leserer. Lediglich von Daniel Krieger wurde der Tausendsassa im Anfangsdrittel zum 1:0 überwunden. Mit den mangelnden Offensiverfolgen sank auch die Laufbereitschaft bei den Löwen.

Um diese wieder zu erhöhen und auch das Verantwortungsbewusstsein zu wecken, brachte Ponitz zum zweiten Drittel den 17-jährigen Paul Thiede für den bis dahin kaum beschäftigten Lukas Stolz. So richtige Unterstützung fand der Nachwuchstorhüter durch seine Vorderleute allerdings nicht, denn Regensburg hatte nun auch noch zählbar mehr Angriffsaktionen. Thiede bewies aber, warum er in den Landesligakader aufgenommen wurde.

Beim Ausgleich in Überzahl der Regensburger war er jedoch ohne Abwehrmöglichkeit. Boris Flamik mit einem Schlagschuss nur 52 Sekunden später und Simon Bogner erhöhten jeweils im Powerplay auf 3:1 für Amberg und die Partie schien nun den erwarteten Verlauf zu nehmen. Nun ging es etwas deftiger zur Sache und die Strafbank war - zumindest bei den limitierten Gästen - teilweise besser bestückt, als die Ersatzbank. Zehn Sekunden vor der Drittelpause musste Amberg in Unterzahl dann noch das 2:3 hinnehmen. Im letzten Abschnitt nahmen die Löwen zwar auch den Kampf an, allerdings mit der Auswirkung, dass drei Spieler gleichzeitig in der "Kühlbox" saßen.

Christoph Schönberger hatte eine große Chance zu einem Unterzahltreffer, den einmal mehr Leserer verhinderte. Dann fiel im doppelten Powerplay der Gäste auch noch der Ausgleich und die häufigste Bewegung im Stadion war Kopfschütteln.

Auch wenn der ERSC seine Dauerattacken auf Leserer fortsetzte, hatten die Regensburger bei einem Konter plötzlich die Chance auf die Führung. Der hohe Einsatz forderte dann aber von den Gästen seinen Tribut, nachlassende Kräfte führten zu mehr Fouls. Eine Überzahl nutzte Sebastian Aukofer zum 4:3. Eine unübersichtliche Situation führte zum entscheidenden 5:3 durch Bartels, exakt eine Minute vor dem Ende.
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