Löwen jagen im Wolfsrevier

Den Gegenspieler im Rücken zieht Kirill Groz (vorne) auf und davon. Der junge ERSC-Stürmer und seine Mannschaftskollegen haben gemischte Gefühle vor dem Auftritt beim VER Selb 1b. Im Hinspiel taten sich die Amberger schwer, lagen mit 0:2 hinten, ehe sie doch noch mit 6:3 gewannen. Im eigenen Stadion sind die Oberfranken aber noch stärker. Bild: Ziegler

Der ERSC Amberg ist beim VER Selb 1b in der Pflicht. Der hat aber bereits fünf Heimsiege auf dem Konto und sich auch gegen die Topteams achtbar aus der Affäre gezogen. Wollen die Gäste weiter oben mitmischen, müssen sie gewinnen - denn das weitere Programm hat es in sich.

Schon im Hinspiel der Eishockey-Landesliga hatte der ERSC Amberg einige Probleme mit der 1b-Vertretung des Oberligisten VER Selb, lag schon mit 0:2 zurück, um am Ende dann doch noch mit 6:3 die Oberhand zu behalten. Und das Rückspiel am Freitag, 19. Dezember, um 20 Uhr in der Netzsch-Arena, wird sicherlich nicht einfacher. Die Wölfe sind in dieser Spielzeit viel stärker aufgestellt, als in den Vorjahren. So haben sich mit Jeschke, Hechtfischer, Schneider und Warkus gleich vier Mann aus dem Oberligakader in die 1b zurückgezogen. Vom Ex-Bayernligisten Mitterteich konnte Trainer Sascha Grögor die torgefährlichen Stürmer Pfänder und Tausend mit einbauen und zudem stehen die beiden Routiniers Polesny und Göldner zur Verfügung.

Favoriten tun sich schwer

Auch Favoriten wie Passau, Schweinfurt oder Pegnitz konnten nach ihren Auftritten in Selb glücklich sein, ganz knapp gewonnen zu haben. Lediglich der EV Dingolfing - mit dem ehemaligen Amberger Trainer Michael Dippold momentan in bestechender Form - ließ den Selbern mit einem überzeugenden 10:3 keine Chance.

Von solchen Topleistungen waren die Amberger Löwen zuletzt etwas entfernt, mal abgesehen vom Oberbayern-Doppelpack vor knapp drei Wochen. Die Spieler von Trainer Stefan Ponitz betreiben zwar grundsätzlich hohen Aufwand mit großem Einsatz und toller Moral, rufen aber ihr vorhandenes spielerisches Potenzial nicht immer ausreichend ab. Das sind oft Kleinigkeiten oder individuelle Stockfehler, mit denen sich die Schwarz-Gelben dann selbst im Weg stehen.

Bei neun Siegen aus zwölf Begegnungen ist dies natürlich Kritik auf höherem Niveau, aber die wirklich dicken Kaliber wie Pegnitz, Passau, Dingolfing oder Bad Kissingen stehen alle noch in den kommenden Wochen auf dem Programm.

Ohne Christoph Schönberger

Im Amberger Lager hofft man natürlich wieder auf den Einsatz der zuletzt erkrankten Außenstürmer Sebastian Aukofer und Felix Söllner, die zusammen bislang 33 Scorerpunkte erzielten. Dagegen wird Christoph Schönberger wegen seines lädierten Knies aus dem Inzell-Spiel pausieren müssen.
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