Löwen zähmen das Wolfsrudel

Bester Mann auf dem Eis war Ambergs Torhüter Lukas Stolz. Er raubte den Vilshofenern ein ums andere Mal den Nerv und beendete das Spiel, als er den Penalty von Milan Blaha parierte. Bild: brü

In der K.-o.-Runde des Penaltyschießens sorgt der ERSC Amberg für die erste Heimniederlage des ESC Vilshofen. Daniel Krieger verwandelt auch seinen zweiten Versuch, dann hat Torhüter Lukas Stolz seinen großen Auftritt.

Spannung, Dramatik und ein hochklassiges Spiel boten die Vilshofener Wölfe und die Amberger Löwen am Freitagabend im Spitzenspiel der Eishockey-Landesliga. Mit dem glücklicheren Ende für die Gäste: Die Mannschaft von ERSC-Trainer Stefan Ponitz setzte sich mit 4:3 durch und beendete den Heimnimbus des Spitzenreiters.

Bereits das Anfangsdrittel im Vilshofener Freiluftstadion war ein Abtasten auf hohem Niveau und mit viel Tempo. Volles Risiko ging dabei aber keiner, weshalb es noch zu keinen zwingenden Chancen kam. Die entstanden zumeist bei Überzahlsituationen nach Strafzeiten.

Altmann trifft beim Debüt

Eine davon nutzte Wölfe-Stürmer Markus Simbeck nach 19 Minuten freistehend und unhaltbar zum 1:0. Im Mittelabschnitt sollte sich die Schussstatistik deutlich erhöhen. Zunächst war der ERSC an der Reihe, wobei ESC-Schlussmann Maximilian Meschik jede Menge Glück hatte, als die Scheibe durch seine Schoner rutschte und nur wenige Zentimeter vor der Torlinie liegen blieb. Danach bewies Florian Bartels, wie wichtig er für sein Team ist. In Unterzahl verwertete der Center einen Konter über Flamik und Aukofer zum 1:1-Ausgleich. Sein Debüt im Löwendress absolvierte Kevin Altmann nach nur einer Trainingseinheit und zeigte auch gleich seinen Torjägerinstinkt. Im Powerplay kam "Kevin allein vorm Tor" in Position und vollstreckte abgezockt zur ERSC-Führung.

Im Gäste-Lager blieben aber nur 18 Sekunden zum Jubeln, da glich Toth zum 2:2 aus. Spätestens jetzt war es ein offener Schlagabtausch mit mehr Schussversuchen auf Seiten der Wölfe, aber Lukas Stolz schien Dutzende Hände und Schläger zu haben und strahlte seine Sicherheit auch auf die Vorderleute aus. Im teilweise dramatischen Schlussdrittel forcierten beide Teams das Tempo. Amberg ging relativ früh durch Daniel Krieger erneut in Führung. Der Topscorer zog hinter der blauen Linie ab und überraschte Meschik mit seinem Schlagschuss.

In doppelter Unterzahl

Vilshofen machte nun mächtig Druck, für Amberg ergaben sich immer wieder Möglichkeiten für Konter. Brenzlig wurde es für den ERSC dann bei doppelter Unterzahl, aber Lukas Stolz trieb mit seinen Paraden den Spitzenreiter fast zur Verzweiflung. Fünf Minuten vor dem Ende war aber auch er geschlagen und gegen die Direktabnahme von Joachim Neupert chancenlos. Letztendlich war das 3:3 nach 60 Spielminuten ein Ergebnis, mit dem beide Teams leben konnten.

Der Zusatzpunkt wurde im Penaltyschießen vergeben, in dem zunächst Milan Blaha und Krieger jeweils als einzige für ihre Teams trafen. In der K.-o.-Runde verwandelte Krieger dann erneut sicher, Blaha scheiterte an Lukas Stolz.
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