Lückentext am Kriegerdenkmal

Wer sich beim Kriegerdenkmal am Rathaus den schwer lesbaren Text auf der linken Kreuzplatte zu Gemüte führt, wird heute über das "gaben ... ihr Leben für Deutschland" stolpern. Doch das mag bei einem 1957 entstandenen Mahnmal, dessen Grundform auf Anregung des damaligen OB Josef Filbig an das Eiserne Kreuz erinnern sollte, den Geist der Zeit ausdrücken. Ganz eindeutig aber ist der Text auf der Tafel am Anfang und zu Beginn der drittletzten Zeile unvollständig. Was dort fehlt, beschreibt Günther Rambach in seinem Buch "Die 50er Jahre in Amberg und der Oberpfalz": die Zahlen 1475 (Tote) und 1050 (Vermisste). Sie waren dort zunächst mit Ölfarbe aufgetragen und sollten erst als Schrift eingehauen werden, "wenn die Gesamtzahlen feststehen". Dazu kam es jedoch nie, und 1987/88 machte jemand - laut Rambach "mutwillig" - die Zahlen, und nur sie, unkenntlich. Bei der Renovierung entfernte man sie dann ganz, weil sie ohnehin nicht mehr stimmten. Seit dieser Zeit wartet der Text auf seine letztendliche und abschließende Form.
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