Luft für Flüchtlinge

Bauherr ist ein nicht mehr in Amberg wohnender ehemaliger Geschäftsmann, der Bezirk der Mieter - an der Kümmersbrucker Straße wächst derzeit eine der Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber. Bild: Hartl

Die geforderten Winterquartiere für Asylbewerber hat die Stadt mit den Turnhallen der Barbara- und Willmannschule bereits gefunden. Vielleicht werden sie aber gar nicht benötigt.

Amberg. (tk) Arbeiter sind derzeit damit beschäftigt, einem der Häuser der Amberger Gemeinschaftsunterkunft eine dritte Etage zu verpassen. "Es handelt sich um eine Aufstockung", bestätigte Joseph Karl auf Nachfrage. Der Sprecher der Regierung der Oberpfalz sagte auch, dass bis Ende des Jahres Platz für weitere 30 bis 35 Bewohner sein werde.

Derzeit leben an der Kümmersbrucker Straße 162 Flüchtlinge, ausgelegt seien die Domizile, die einem im Ausland lebenden ehemaligen Amberger Firmeninhaber gehören, auf 173 Personen.

"Es wäre noch Luft", sagte Karl und fügte hinzu: "Wir haben sicher nichts dagegen, wenn wir im Haus mehr Platz haben. Wenn der Eigentümer das nicht machen würde, hätten wir aber nichts machen können."

Denn der Bezirk sei lediglich Mieter, der bei der räumlichen Gestaltung nicht mitreden könne, bisher aber mit der Unterbringung der Flüchtlinge ganz gut klarkomme - nicht nur in Amberg: "In der gesamten Oberpfalz haben wir noch niemanden, der auf der Straße, im Zelt oder in einem Container leben muss", versicherte Karl.

Doch im Moment, fügte er hinzu, wisse ja keiner, wie sich die Lage noch entwickelt - zum Beispiel in der Ukraine. Darum sei die Bezirksregierung stets auf der Suche nach zusätzlichen Bleiben.
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