Luitpoldhütte droht Abbau von 25 Prozent

Für die aktuell rund 450 Beschäftigten der Luitpoldhütte ist am Montag eine Betriebsversammlung anberaumt. Bild: Steinbacher

Bei der Luitpoldhütte (LH) wird's ernst. Am Montag ist Betriebsversammlung. Unseren Informationen zufolge wird dabei über die Entlassung von über 100 Mitarbeitern zu reden sein.

Im Unternehmen war am Freitagnachmittag kein Ansprechpartner zu erreichen. Wie zu erfahren war, lag es daran, dass sowohl Betriebsratsvorsitzender Christian Zwack als auch der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Hubert Ampferl sich in Nürnberg bei einer Gläubigerversammlung aufhielten.

Zu dieser Zeit kam in der Redaktion unserer Zeitung eine anonyme Mail an, in der davon die Rede war, dass für Montag eine Betriebsversammlung anberaumt sei, um die Belegschaft über die aktuelle Lage des Unternehmens und den Stand des Insolvenzverfahrens zu informieren. "Danach", so hieß es in dem Schreiben ohne namentlichen Absender, "werden ca. 115 Mitarbeiter entlassen."

Dazu befragt, wollte der Erste Bevollmächtigte der IG-Metall-Verwaltungsstelle Amberg, Horst Ott, inhaltlich keine Aussagen treffen. Dass es im Verlauf des Insolvenzverfahrens zu Einschnitten beim Personal kommen könnte, das "sei kein Geheimnis", so der Gewerkschafter. Ansonsten wollte er die anonyme Mitteilung weder bestätigen noch dementieren.

Die Betriebsversammlung für die 450 LH-Beschäftigten hätte eigentlich am Freitag stattgefunden, sei aber wegen der erwähnten Sitzung des Gläubigerausschusses auf Montag verschoben worden. Erst nach dieser Zusammenkunft werde die IG Metall Stellung beziehen.
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