Magenverstimmung vor dem Amberger Stadtderby

Hier kommt Jiri Abel einen Tick zu spät, der Torwart hat den Ball sicher. Aber der Stürmer der DJK Ursensollen ist mit bisher 19 Treffern der beste in der Kreisliga Süd. Bild: ref

In Paulsdorf herrscht vor dem mit Spannung erwarteten Derby gegen Freudenberg Ungewissheit, wie die eigene Mannschaft einzuschätzen ist. Denn das erste Spiel des Jahres fiel dem schlechten Wetter zum Opfer. Vielleicht hilft die erfreuliche Erinnerung an das Hinspiel.

Der TuS Rosenberg ist Tabellenführer und sollte von der Papierform her am 19. Spieltag der Kreisliga Süd keine Probleme mit dem FC Luhe-Markt haben - der ist Vorletzter. Völlig anders die Lage in Edelsfeld, denn der FC erwartet die auswärtsstarke DJK Ursensollen.

Der SV Inter Bergsteig hat in letzter Minute am vergangenen Ostersamstag in Traßlberg noch verloren - das liegt den Spielern von Andreas Scheler schwer im Magen. Der SC Germania Amberg soll im Stadtderby nun herhalten, die Schlappe zu tilgen.

SV Loderhof/Sulzbach       SVL Traßlberg
(bt) Während die Gäste aus Traßlberg am letzten Spieltag mit 4:3 gegen Inter Bergsteig erfolgreich waren, muss es der SV Loderhof/Sulzbach noch beweisen. Denn das Auswärtsspiel bei der DJK Ursensollen wurde abgesagt. Sorgen brauchen sich die Gäste, die sich im obigen Mittelfeld befinden, keine mehr zu machen. Auf der anderen Seite benötigt der SV Loderhof noch einige Punkte, um nicht noch in den Abstiegskampf verwickelt zu werden.

Inter Amberg       Germania Amberg
(hfz) Das erste Heimspiel des SV Inter Bergsteig Amberg nach der Winterpause ist ein wegweisendes Derby. Zu Gast auf der Pater-Karl-Küting-Sportanlage ist der SC Germania, der in der Vorwoche glücklich gewann. In der 94. Minute gelang ihnen kurz vor dem Schlusspfiff der Siegtreffer gegen Weiherhammer. Im Tor der Gäste fehlt Keeper Daniel Schmidt, der Rot-gesperrt ist. Inter Bergsteig liegt die unverdiente Niederlage vom Ostersamstag noch etwas im Magen.

Nach überragender Teamleistung gegen den SVL Traßlberg kassierte Inter kurz vor Schluss noch einen Treffer und musste die schon fast sicheren drei Punkte beim Gegner lassen.

Der Kampfgeist und die Leistungsbereitschaft der Inter-Mannschaft lassen trotzdem auf ein starkes Derby hoffen. Torhüter Mischa Hahn möchte seinen Kasten sauber halten. Die Rot-gesperrten Granit Sejdiu und Oktay Türksever sind erst am nächsten Spieltag wieder einsatzbereit. Ansonsten ist der komplette Inter-Kader an Bord. Spielertrainer Scheler wird alles daran setzen, die Punkte am Bergsteig zu behalten und so dem unverdienten Tabellenplatz zu entfliehen.

DJK Utzenhofen       SV Schmidmühlen
(aun) Zum ersten Heimspiel nach der Winterpause freut man sich auf ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Spielertrainer Marco Eckstein. Schmidmühlen erreichte in den 18 Begegnungen 8 Siege und 2 Unentschieden und 8 Spiele gingen verloren. Utzenhofen hat eine Bilanz in 17 Begegnungen mit 9 Siegen, 3 Unentschieden und 5 Niederlagen. In der Hinrunde verlor die DJK mit 0:1. Utzenhofen hofft, dass der gute Trend vor der Winterpause anhält und man den Anschluss zur Tabellenspitze nicht verliert.

Nimmt man die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele her, dürfte man zuversichtlich in die kommenden Spiele schauen. Das Team um Kapitän Markus Ludwig sollte nicht den Fehler machen, die Gäste an ihrem Tabellenplatz zu messen. Die Voraussetzungen für einen Dreier stehen nicht schlecht, da Trainer Yilmaz Topcu nahezu auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann. Schmerzlich ist die Langzeitverletzung von Daniel Geitner (Reserven 13.15 Uhr).

TuS Rosenberg       FC Luhe-Markt
(kok) Eine vermeintlich lösbare Aufgabe für den Tabellenführer, die jedoch keinesfalls unterschätzt werden sollte. Bereits zum Rückrundenauftakt in Schmidmühlen tat man sich gegen die tief und gut gestaffelt stehende Heimmannschaft sehr schwer. Nur dank einer überragenden Mannschaftsleistung in der zweiten Hälfte konnte man das Spiel noch drehen und so am Ende etwas glücklich, aber nicht unverdient die Punkte mitnehmen. Dieses Erfolgserlebnis sollte der Haller/Rudert-Truppe Selbstvertrauen gegeben haben, so dass man mit breiter Brust in das Spiel gegen den Tabellenvorletzten gehen kann. Dass dies jedoch kein Selbstläufer wird, zeigte schon das Hinspiel, als man nach wenigen Minuten in Rückstand geriet und wiederum nur aufgrund starker Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte das Spiel am Ende souverän gewann. Vor allem im Hinblick auf das kommende Wochenende, wo man die schwere Auswärtsreise nach Freudenberg antreten muss, sollte im ersten Heimspiel nun unbedingt nachgelegt und der nächste Dreier eingefahren werden. Personell kann das Trainergespann aus dem Vollen schöpfen. Sebastian Dandorfer kehrt nach krankheitsbedingter Pause wieder in den Kader zurück.

FC Edelsfeld       DJK Ursensollen
(bkn) "Ein Spiel dauert 90 Minuten." Diese alte Fußballweisheit bekam der FC Edelsfeld beim Gastspiel in Freudenberg mit voller Wucht zu spüren. Bis kurz vor dem Schlusspfiff begegnete man den Favoriten auf Augenhöhe und stand trotzdem am Ende mit leeren Händen da. Für die Hahnenkamm-Elf heißt es nun dieses Negativerlebnis so schnell wie möglich aus den Kleidern zu schütteln, denn die nächste Aufgabe gegen die DJK Ursensollen wird nicht minder schwer.

Da die Gäste aufgrund der Absage am Ostermontag erst an diesem Spieltag ins Geschehen eingreifen, lässt sich der Leistungsstand der Steinl-Truppe schwer einschätzen. Fakt ist allerdings, das die DJK bis zur Winterpause überaus auswärtsstark auftrat und mit Jiri Abel den Top-Torjäger der Liga stellt. Da sich der FCE bisher bei seinen Heimspielen nicht mit Ruhm bekleckerte, dürften die Rollen klar verteilt sein. Für die Heimelf gilt daher, angesichts der brenzligen Tabellensituation, die Abwehr zu stabilisieren und sich ergebende Möglichkeiten besser zu nutzen. Nur so kann man sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen (Reserven 13.15 Uhr).

TSG Weiherhammer       TuS Kastl
(hfz) "Die Angst, einen Fehler zu machen, lähmte meine Spieler", sagt TSG-Trainer Tobias Heindl nach der 1:2-Niederlage bei Germania Amberg. "Trotzdem hat die Mannschaft den Beweis angetreten, auf Augenhöhe agieren zu können. Einstellung und Kampf waren tadellos." Gegen den Tabellenzweiten aus Kastl zählen nur drei Punkte.

SSV Paulsdorf       SV Freudenberg
(ac) Die Vorzeichen vor dem mit Spannung erwarteten Kreisligaderby zwischen dem SSV Paulsdorf und dem SV Freudenberg sind eindeutig. Während die Gastgeber im unteren Bereich der Tabelle um den Klassenerhalt kämpfen, hegen die Gäste aus Freudenberg berechtigte Hoffnungen auf den Aufstiegsrelegationsplatz, den sie derzeit auch einnehmen.

Zudem war die Elf von Spielertrainer Florian Neiß im Heimspiel gegen Edelsfeld bereits im Punktspieleinsatz, während dies den Paulsdorfern durch den Spielausfall in Luhe verwehrt blieb. So wissen SSV-Coach Wolfgang Grünwald und seine Mannen nicht, wo sie leistungsmäßig nach harter Vorbereitungszeit stehen.

In den Testspielen haben die neu hinzu gekommenen Patrick Schedlbauer (TSV Kümmersbruck) und Alexander Grau (SV Raigering) ihren Stellenwert für die Mannschaft gezeigt und werden auch zum Kader gehören.

Verzichten muss der Trainer aber auf Sebastian Weiß, der mit einer Knieverletzung länger ausfallen wird. Dass Derbys eigene Gesetze haben, hat der überraschende 1:0-Erfolg der Paulsdorfer im Hinspiel bewiesen. Allerdings ist klar, dass es schon einer Glanzleistung bedarf, um den übermächtigen Gästen einen Punkt abzunehmen.
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