Margot Wächter präsentiert ein halbes Jahr lang ihre Acryl- und Aquarellarbeiten im Rathaus - ...
"Der Weg ist das Ziel" gilt auch für die Kunst

18 Werke hat Margot Wächter für ihre Ausstellung im Foyer des Großen Rathaussaals ausgewählt. Bild: Steinbacher
"Greensleeves" singen Steffi Rumpler und Paula Herrneder bei der Vernissage. Dazu spielen sie auf dem Saxofon und auf der Geige. Wolfgang Herrneder begleitet auf dem Klavier. Dieser melancholischen Melodie in Grün setzt Margot Wächter ihre gemalte "Symphonie in Blau" entgegen. Mehr noch. Insgesamt 14 Aquarelle und Acrylarbeiten plus vier Tonplastiken mit Namen wie "glücklich" und "zufrieden" gestalten und verschönern ein halbes Jahr lang das Foyer zum Großen Rathaussaal.

So formulierte es Hausherr Oberbürgermeister Michael Cerny, der die Ausstellung mit Acryl- und Aquarellarbeiten eröffnete. Obwohl sich doch jede Menge "Margot-Wächter-Experten" um die Stehtischchen drängten, wie er es selbst schmunzelnd vermutete, stellte er die Künstlerin kurz vor. Begonnen mit Aquarellmalen habe sie bereits 1980. Ihr Talent für den Werkstoff Acryl habe sie 1995 entdeckt. Dazu gesellen sich nun auch noch Tonskulpturen "mit einem Schuss Humor".

Gar nicht mit Humor, sondern mit gekonnter Zeichnung beginnt Margot Wächter ihre Aquarellbilder. So erklärte sie in ihrer Einführung: "Mit sehr feinen Stiften versuche ich dem Motiv näherzukommen." Bei ihren Impressionen, die sie aus der Toskana oder neuerdings auch aus Jaipur/Rajasthan in Indien mitgebracht hat, ist ihr dies eindrucksvoll gelungen. Bei ihren abstrakten Acrylbildern ist der Weg zum fertigen Kunstprodukt ein anderer. "Nichts steht fest, alles ist möglich, jedes Bild ist eine neue Herausforderung." Sie beginnt mit Pinsel, Spachtel und Fingern, schafft erst einmal ein "Chaos mit Farben", mixt Collagenteile, Sand, Spachtelmasse, Bitumen, Leim und vieles mehr dazu und lässt das Werk wachsen. "Der Weg ist das Ziel", sagt sie.

"Es entsteht ein Dialog zwischen dem Bild und mir." Wann das Zwiegespräch denn beendet ist? "Wenn ich spüre, dass ich nichts mehr hinzufügen oder wegnehmen kann. Dann signiere ich das Bild und genieße das Gelingen." "Vernetzt", "Verzaubert" oder "Weiblicher Akt": So lauten einige Überschriften der bestens gelungenen Acryl-Mischtechnik-Bilder, die meist allerdings "ohne Titel" präsentiert werden. Die Arbeiten sind bis Mai zu sehen. Öffnungszeiten sind montags bis mittwochs, 8 bis 16 Uhr, donnerstags, 8 bis 17 Uhr, und freitags, 8 bis 12 Uhr.
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