Marianne Kies-Baldasty
Längst kein Rentnerverein mehr

Karl Zeller (Zweiter von rechts) bleibt Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes Ammersricht. Den Vorstand komplettieren Gabi Widder, Monika Bachmann, Peter Steinl, Alois Braun, Markus Steinl, Krista Vogl, Robert Sedlmeier (von links) und Irene Zeller (rechts), Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty (Fünfte von rechts) und Bürgermeister Martin Preuß (Dritter von rechts) gratulierten auch Anton Gradl (im Rollstuhl), der seit 20 Jahren Mitglied ist. Bild: hae
ist Kreisvorsitzende des Sozialverbandes VdK. Nach Ammersricht kommt sie immer gerne, denn der Ortsverband ist sehr aktiv und hat etwas ganz Besonderes geschafft.

(hae) Vorsitzender Karl Zeller berichtete bei der Hauptversammlung stolz von einer positiven Entwicklung im Ortsverband. In den vergangenen Jahren sei die Mitgliederzahl um 50 auf 226 gestiegen. Die Anwesenden gedachten der sieben Verstorbenen, in erster Linie Walter Christmann, der in Ammersricht viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender und Beisitzer aktiv war.

Karl Zeller und sein Team gaben dann einen abwechslungsreichen Rechenschaftsbericht über das zurückliegende Jahr. Eine Bilderpräsentation von Alexander Wilhelm erinnerte an viele Aktionen, Fahrten und Treffen. Hervorzuheben waren Fahrten zum "Salzfriedelhof" beim Eixendorfer Stausee, zum Waldwipfelweg in Niederschönau und die Fahrt nach Berlin mit Besuch im Bundestag und auf der Grünen Woche.

Eng verknüpft sind die Aktivitäten des Ortsverbandes mit dem Verein der Körper- und Mehrfachbehinderten. Beim gemeinsamen Frühstück wurden verschiedene Einrichtungen wie der Hospizverein und der Hausnotruf vorgestellt. Die Zusammenarbeit ergibt sich auch durch den betroffenen Personenkreis und die Aufgaben, die in beiden Vereinen zu bewältigen sind. In vielen Bereichen ergeben sich Überschneidungen: Hilfestellung bei Anträgen, Unterstützung der Angehörigen, Betreuung bei Verhinderung sowie Beschaffung eines Begleitdienstes bei Behördengängen oder Behindertenfahrdienst.

Bewegen statt heben

Ebenso wurde ein Kursangebot mit der Kinästetik-Trainerin Margarete Hirsch zur Entlastung pflegender Angehöriger aufgenommen, das zehn Mitglieder wahrnahmen. "Bewegen statt heben" war der Schwerpunkt. Die Geselligkeit kam, so der Vorsitzende, auch nicht zu kurz. Die Mitglieder trafen sich zu einer Plättenfahrt auf der Vils und mit der KAB Ammersricht zu einem Herbstfest, zum Fischessen sowie zum gemütlichen Beisammensein im Advent. Die Planungen für das neue Vereinsjahr sind bereits weit gediehen. Neben einem Vortrag über Neuerungen in der Pflegeversicherung sind ein Ausflug zum Kloster Speinshart, eine Fahrt auf der Donau mit der "Kristallprinzessin" und der Besuch des "Sommernachtstraums" bei den Luisenburg-Festspielen geplant.

Wertvolles Engagement

Bürgermeister Martin Preuß hob das wertvolle Engagement des Sozialverbandes hervor. Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty richtete ihren Blick über den Ortsverband hinaus auf die Kreisebene mit etwa 30 Ortsverbänden und bald 10 000 Mitgliedern. Auf Bundesebene gehören dem VdK rund 1,7 Millionen Bürger jeden Alters an. Er sei somit der größte deutsche Sozialverband. Mit immer mehr jüngeren Mitgliedern ist er längst kein Rentnerverein mehr. Der Verband sehe sich als Vertreter für Menschen, die Hilfe brauchen und benachteiligt sind. "Die Armut in unserer Gesellschaft nimmt zu. Besonders bei Frauen, die oft ein Einkommen unterhalb der Grundsicherung haben", sagte Kies-Baldasty.

Treue Mitglieder

Insgesamt 14 Mitglieder wollte Karl Zeller für 10, 20 beziehungsweise 25 Jahre Mitgliedschaft im VdK ehren. Gekommen war Anton Gradl, der seit 20 Jahren beim Verband ist. Turnusgemäß waren auch Neuwahlen. Da die bisherigen Funktionsträger zur Wiederwahl antraten, wurden sie alle einstimmig in ihren Ämter bestätigt.
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