Markt in bestem Licht

Hunderte Gäste fanden sich gestern Abend zur Eröffnung des 30. Amberger Weihnachtsmarktes ein. Auch der Christbaum in der Mitte des Marktplatzes hat ein neues Outfit bekommen: Zwischen den Lichterketten baumeln gelb und blau leuchtende Sterne. Bild: Huber

Zum 30. Geburtstag setzt der neue Lichterteppich in der Altstadt dem Weihnachtsmarkt die Krone auf. Hunderte Gäste strömten am Donnerstagabend zur Eröffnung im Funkeln der LED-Sterne.

Nach 30 Jahren haben die Amberger ihren Weihnachtsmarkt so richtig ins Herz geschlossen. Wie Sternschnuppen zu Zeiten des Perseiden-Regens fielen die Komplimente an Oberbürgermeister Michael Cerny und den Vorsitzenden der Park- und Werbegemeinschaft, Andreas Raab. "Wow, das ist gigantisch", sagte eine Frau, die in Regensburg wohnt. Ihr gefielen besonders die Lichterketten an den Giebeln der Marktplatz-Häuser.

Startprobleme

Raab erinnert sich noch an die Geburtsstunde des Weihnachtsmarktes und ein zunächst eher ungeliebtes Kind. "Wir hatten in den ersten fünf Jahren einen extrem schweren Stand", erzählt er. 1986 feierte der Weihnachtsmarkt Premiere auf der anderen Seite des Marktplatzes. Und nur wenige Amberger konnten sich damals - trotz Glühweins - für die glitzernde Budenzeile erwärmen. "Die Standbetreiber waren froh, wenn sie mit einer schwarzen Null davongekommen sind. Wir hatten zwischenzeitlich echt Probleme, Beschicker zu finden."

"Anfang der 90er Jahre kam die Trendumkehr", berichtet Raab. Heute ist der Weihnachtsmarkt in den Adventswochen der gefragteste Treffpunkt in der Stadt, nicht nur zur Mittagszeit, sondern vor allem abends, wenn auf der Bühne Leben einkehrt. Rund 40 Mal wird das von heute an bis Mittwoch, 23. Dezember, der Fall sein. Mit Auftritten für jeden Geschmack - von der Blaskapelle Pischdorf, über den Schlager-Barden Johnny Gold, die Zoigl-Musi, die Jungen Tenöre und Kevin Pabst bis hin zur Ramona Fink Gospel Group.

Nur Gratis-Konzerte

"Unser Programm sucht in der Region seinesgleichen", sagt Raab ganz selbstbewusst. "Viele auswärtige Gäste können gar nicht glauben, dass wir für die Konzerte keinen Eintritt verlangen" So kosteten Tickets für eine Abend-Gala mit den Jungen Tenören in anderen Städten bis zu 50 Euro. In Amberg sind sie am Montag, 7. Dezember, gratis zu hören. Bei der Eröffnung am Donnerstagabend standen aber erst einmal die Buben und Mädchen des Kindergartens Marienheim und der Posaunenchor der Paulanergemeinde im Rampenlicht. Sie stimmten auf die bevorstehende Adventszeit ein, nachdem Oberbürgermeister Michael Cerny den 30. Weihnachtsmarkt offiziell eröffnet hatte. (Programm)
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