Martin Popp wählt St. Georg für seine Nachprimiz aus - Pfarrei feiert bei Fest mit
Durch alle Höhen und Tiefen

Während des Pfarrfests in St. Georg feierte Neupriester Martin Popp seine Nachprimiz. Bild: ads
(ads) Das Pfarrfest in St. Georg nutzte Neupriester Martin Popp, um in seiner ehemaligen Praktikums-Pfarrei Nachprimiz zu feiern. "Heute ist ein schöner Tag", sagte deswegen Dekan Markus Brunner.

Popp, der Ende Juni in Regensburg zum Priester geweiht wurde, hatte sich einen Primizspruch ausgesucht: "Fiat voluntas tua", was so viel heißt wie: "Dein Wille geschehe." Brunner sagte dazu, dass ein Priester sich nicht mehr selbst gehöre, sondern er sich durch seine Priesterweihe Gott übereigne. Gott durch sich groß sein lassen, entspreche damit dem Lebensprogramm eines Priesters.

"Wahrer Freudentag"

"Der heutige Tag ist für mich nicht nur ein wahrer Freudentag, weil ich meine Nachprimiz in meiner Praktikums-Pfarrei feiern darf, sondern er ist auch Erntetag für die Gläubigen der Pfarrei, die mich auf meinem Weg als angehenden Priester ein Jahr im Rahmen der Seelsorge begleitet haben, so dass ich getrost und gefestigt im Glauben mit der Priesterweihe den Dienst am Altar antreten kann", betonte Martin Popp. Angesichts der bevorstehenden Ferienzeit meinte der Geistliche in seiner Predigt, dass für die Deutschen der Urlaub heilig und unantastbar sei. Er wies darauf hin, dass auch die Jünger Jesu nach ihrer Aussendung zur Verkündigung dessen, was sie Jesu vorher gelehrt hatte, zu diesen für eine Auszeit zurückgekehrt seien.

Den Urlaub nutzen

Popp lud die Gläubigen dazu ein, ihren Urlaub zu nutzen, zum Innehalten und dadurch zur Ruhe zu kommen sowie sich wieder bewusst auf den Glauben einzulassen - beispielsweise bei Exerzitien, einer Auszeit im Kloster, bei der Messe oder im Gebet: "Gerade im Glauben erschließt sich dem Menschen der Sinn seines Lebens." Der Neupriester wertete dahingehend die rund 7000 Kirchenaustritte im vergangenen Jahr als schmerzlich und tragisch. Popp ließ wissen, dass er in seinem Wirken als Seelsorger erfahren habe, dass der Mensch auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sei und sich ohne Glaube in eine anonyme Welt verlaufe und nicht selten in einer Sucht lande. Er appellierte an die Gläubigen, doch weiterzusagen, dass der Glaube dem Leben Sinn gebe und Freude mache. Er versicherte außerdem, dass es die Aufgabe des Priesters und Seelsorgers sei, Menschen nicht nur auf die Sakramente vorzubereiten und diese zu spenden, sondern den Menschen durch alle Höhen und Tiefen zu begleiten und ihn im Glauben zu stärken.

Im Pfarrsaal gefeiert

Die Georgianer ließen sich ihre Feierlaune auch nicht durch ein heftiges Gewitter mit Starkregen nach den Gottesdiensten verderben. Und so wurde nicht im schönsten Biergarten der Stadt das Pfarrfest begangen, sondern im Pfarrsaal, wo die Besucher bereitwillig etwas näher zusammenrückten, um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.