Massenhafte Teambildung

Laufbegeisterung auf dem Platz vor dem Eisstadion am Schanzl. Um 18.30 Uhr fiel gestern Abend der Startschuss für den 7. Firmenlauf Amberg-Sulzbach mit mehr als 1600 Teilnehmer. Bild: Steinbacher

Beim Breitensport hat Amberg gerade einen Lauf: Und zwar nicht nur einen, sondern gleich mehrere. Der bunteste führte Mittwochabend durch das ehemalige Landesgartenschaugelände.

Vier Tage nach der Amberger Running Night haben sich Teams von 123 Unternehmen, Behörden, Verbänden und Schulen zum 7. Firmenlauf Amberg-Sulzbach eingefunden. Mehr als 1600 Hobbyläufer absolvierten am Mittwochabend die fünf Kilometer lange Strecke vom Eisstadion am Schanzl die Vils entlang Richtung Siemens und von dort auf der anderen Seite flussaufwärts zurück.

Vincent als Schlussmann

"Das wird ein Riesenspaß", zeigte sich Basti Wild überzeugt, der sich für die Firma Sheepworld im schwarzen Schafskostüm auf den Weg machte. "Ich bin das ja gewohnt", sagte der aktive Feuerwehrmann. "In der Verkleidung ist es ungefähr so heiß wie in der Hitzekammer der Amberger Feuerwehr." Die Stadtverwaltung war mit einer Gruppe dabei, das Klinikum St. Marien, das in Sulzbach-Rosenberg ansässige Fraunhofer-Institut und auch eine stattliche Mannschaft der Ostbayerischen Technischen Hochschule. Mit 84 Teilnehmern aber stellten die beschäftigten der Landkreis-Krankenhäuser in Sulzbach-Rosenberg und Auerbach das größte Team.

Bilder: Wolfgang Steinbacher

Oberbürgermeister Michael Cerny begrüßte die Läufer kurz vor dem Massenstart zum "größten Betriebsausflug der Region". Wer bei diesem Lauf mitmache, der fördere nicht nur seine Gesundheit, sondern auch das soziale Miteinander. Letzterer Aspekt war auch dem Vorstand der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg, Dieter Paintner, wichtig. "So etwas fördert die Teambildung im Unternehmen ungemein", unterstrich er. "Die Leute treffen sich ja lange vorher schon zum Trainieren und sitzen auch nach dem Laufen noch gemütlich zusammen."

Seinen Spaß hatte auch der kleine Vincent. Weil er gestern seinen 7. Geburtstag feierte, durfte er zusammen mit seinem Onkel Robert das "Besenradl" fahren. So heißt im Läufer-Jargon das Fahrrad, das den langsamsten Teilnehmer begleitet. Dieser hieß übrigens Marcel Hanisch, ging auf Krücken und kam trotz dieser Einschränkung nach 57 Minuten und 31 Sekunden munter ins Ziel. Hinter dem kleinen Vincent fuhr dann nur noch der Rettungswagen - was den Buben unheimlich stolz machte.
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