Maßkrugwurf und Alko-Frust am Berg
Polizeibericht

Amberg. (ath) Im Suff geschehen viele sinnlose Taten. Auch auf dem Bergfest ist das so, das manche Zeitgenossen nicht nur dazu verleitet, zu tief in den Bierkrug zu schauen, sondern anschließend auch Blödsinn zu machen - in diesem Fall sogar exakt damit. Ein Maßkrug war es nämlich, den ein 43-Jähriger am Donnerstagabend kurzerhand als Wurfgeschoss benutzte. Er schleuderte ihn in Richtung einer Gruppe von Leuten, die er gar nicht kannte, teilte die Polizei mit. Auch ob es irgendeinen Auslöser für seine Aggression gegeben hatte, konnten die Beamten nicht ergründen, für die es am Ende eher ein "Aussetzer" war. Ein alkoholbedingter eben, denn der Amberger hatte aus seinem gefährlichen Wurfapparat zuvor ordentlich getankt. Glück für die ins Visier genommene Gruppe: Niemand wurde getroffen und verletzt. Der Festbetrieb war zu dieser Zeit nach Auskunft der Ordnungshüter auch offiziell schon eingestellt gewesen. Die Ermittlungen in dieser Sache gehen dennoch weiter.

Kurze Zeit vorher hatte ein ebenfalls angetrunkener 46-Jähriger aus der Nähe von Aachen eine Blitzableiterverdrahtung aus der Wand der Kirchenmauer gerissen. Ein Securitymitarbeiter hatte ihn dabei beobachtet und festgehalten. Als die Polizei eintraf, beleidigte der Mann die Beamten, die neben seinen verbalen Attacken ein Einhandmesser bei ihm fanden. Den Nordrheinwestfalen erwartet nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und Führens einer Stichwaffe auf einer öffentlichen Veranstaltung. Der angerichtete Schaden wird auf mehrere Hundert Euro geschätzt.
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