"Master of the Uni-Vers" im OTH-Wintergarten
Sie dichten, was das Zeug hält

Der Regensburger Poetry Slammer Thomas Spitzer (links) bringt dieses kulturelle Format auf den OTH-Campus und ist selbst mit dabei. Als Studentenvertreter kommt das Alexander Röckl nur entgegen, er wünscht sich für seine Kommilitonen mehr Szeneleben in der Stadt. Auf den Plakaten, zwei Größen des Amberger Poetry-Gigs: Theresa Hahl (rot) und der Deutsch-Afghane Sulaiman Masomi (grün). Bild: Hartl
Subkultur ist das schon lange nicht mehr. Poetry Slams sind als kulturelles Veranstaltungsformat längst etabliert. Vielleicht nicht ganz so in Amberg. Aber das wird schon, zeigten sich in einem Pressegespräch die Initiatoren des Poeten-Wettstreits "Master of the Uni-Vers" am Montag überzeugt. In der Uni-Stadt Regensburg hat es jedenfalls geklappt, da ist dieser Szene-Gig ein Begriff und füllt das dortige Audimax. Da passen immerhin 1500 Leute rein. Im Caféteria-Wintergarten der OTH sollen es am Mittwoch, 19. November, beim ersten hiesigen Anlauf 200 werden.

Junge Kultur etablieren

Die Hochschule, Studentenvertretung und das Kulturamt der Stadt sind die Anschieber. Ihr gemeinsamer Ausgangspunkt: Amberg ist eine erfolgreiche Hochschul-, aber keine gewachsene Studentenstadt. Das soll sich ändern. Junge Hochschüler brauchen eine ihnen entgegenkommende, Identität stiftende Kultur oder Szene. In diesem Punkt ziehen Dr. Christiane Schmidt, persönliche Referentin des Präsidenten, der städtische Kulturreferent Wolfgang Dersch und Alexander Röckl, Vorsitzender des studentischen Konvents, an einem Strang.

Gewonnen haben sie als Zugpferd für dieses Unterfangen zum Auftakt den Regensburger Poetry Slammer Thomas Spitzer. Er ist eine bundesweite Szenegröße und Spiritus Rektor der "Master of the Uni-Vers". Regensburg und Amberg, meint er ganz locker, lägen nun einmal nicht gerade auf einer der Hauptachsen des deutschen Kulturbetriebs und studentischen Szenelebens. Berlin ist weit und München glänzt nicht gerade mit künstlerischer Avantgarde.

Heimspiel für "Eny 42"

Dennoch brauche der Südosten der Republik nicht in kulturelle Lethargie zu verfallen. Spitzer, selbst Slammer und einschlägiger Eventmanager, holt einige Größen der Szene schlichtweg hierher. Acht von ihnen, vielfach ausgezeichnet und prämiert, werden auf der Bühne stehen. In Kennerkreisen klingen ihre Namen: Theresa Hahl (Bochum), Julian Heun (Berlin), der Deutsch-Afghane Sulaiman Masomi (Krefeld), Spitzer selbst und der Amberger "Eny 42" wird quasi ein Heimspiel bestreiten. Fest gesetzt sind an diesem Abend, Mittwoch, 19. November, acht Slammer, zwei Moderatoren führen durch das Programm (Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr), und ein DJ bestreitet die Übergänge zwischen den Auftritten. Karten gibt es in der OTH-Bibliothek (Telefon 0 96 21/48 2-32 15) oder der Tourist-Information (Telefon 09621/10-2 33). Sie kosten im Vorverkauf (ab Montag, 3. November) fünf, an der Abendkasse sieben Euro.
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