Mathias Kellner begeistert im Musikomm
Liebe zum Dialekt entdeckt

Ein Gedanke lässt Mathias Kellner nicht los: "Es ist nicht schwierig gute Melodien zu schreiben, es ist schwierig sich bewusst zu sein, dass sie gut sind." Wie das funktioniert, bewies der Niederbayer am Samstag im Musikomm.

Amberg. Mathias Kellner spricht bei seinem Konzert ganz offen über die Zweifel, die er als Songwriter relativ oft hat: Gibt es das schon irgendwo und gibt man die Melodie nur aus dem Unterbewusstsein wieder?

Mit 13 erste Songs verfasst

Am Samstag präsentierte der Musiker sein neues Album namens " Zeitmaschin'". Dabei nahm er die Zuhörer auf eine Reise in seine Kindheit und Jugend mit. In ausgezeichneter Mundart vorgetragen, trafen die witzigen Balladen über die erste Liebe oder das erste Auto - genannt "Sigi, der fahrende Müllhaufen" den Geschmack der Zuhörer. In Amberg ist der Niederbayer nicht unbekannt. Mehrmals trat er bisher im Club Havana und im Ring-Theater auf.

Drei Jahre lang bekam der junge Mathias Kellner Musikunterricht: "Irgendwann wollte ich nicht mehr." Mit 13 Jahren schrieb er die ersten Lieder, die er mit seiner ersten Band auch aufführte. Heute singt er diese Lieder nicht mehr: "Sie waren damals ganz simpel, in einfachem Englisch geschrieben." Auch im reiferen Alter schrieb Mathias Kellner zunächst auf Englisch, entdeckte aber seine "Liebe zum Bayerischen" irgendwann wieder. Der Songwriter gibt zu, dass es schwieriger ist, in Dialekt und Mundart zu schreiben: "Damit dich jeder versteht, bist du gezwungen, dich gewählter auszudrücken."

Mitsingen erlaubt

Mathias Kellner bewies bei seinem Konzert nicht nur seine musikalische Ader, sondern auch die humoristische. Zwischen den Liedern erzählte er immer wieder Geschichten aus seinem Leben, die beim Publikum auf lautes Lachen und Applaus stießen. Bei einigen Liedern war das Mitsingen gefordert; da musste der Musiker nicht zwei Mal bitten. Im Saal herrschte eine gemütliche und sehr entspannte Atmosphäre; diese konnte auch der teilweise schlechte Sound nicht zerstören. Da die Gitarre zu laut eingestellt war, waren nicht alle Texte zu hören. Doch daran schien sich das Publikum nicht zu stören, da viele der Anwesenden die Lieder auswendig kannten und fröhlich mitsangen oder zumindest mitsummten. Für jedes Lied gab es Applaus.
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