Maut-Behörde soll nach Amberg

"Unverzüglich werden wir alle Hebel in Bewegung setzen, damit wir die geplante Bundes-Maut-Behörde nach Amberg in die Leopoldkaserne holen." CSU-Stadtratsfraktion und CSU-Abgeordnete aus der Region sind sich in diesem Punkt einig.

Amberg. "Mit seinem Vorstoß, die Verwaltung der Maut nach Ostbayern zu holen, hat der für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat zuständige Staatsminister Markus Söder politischen Weitblick gezeigt und gleichzeitig bewiesen, dass ihm das Voranbringen unserer Region wichtig ist." Dies erklärte der Fraktionsvorsitzende Dieter Mußemann am Rande der Haushaltsklausurtagung der CSU-Stadtratsfraktion. In Abstimmung mit der Bundestagsabgeordneten Barbara Lanzinger, Landtagsabgeordnetem Harald Schwartz und Oberbürgermeister Michael Cerny hat sich die Stadtratsfraktion laut Pressemitteilung in einem Schreiben sowohl an Söder als auch an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gewandt und die Bedeutung für Nordbayern verdeutlicht.

Wichtige Brückenfunktion

"Amberg liegt an der Schnittstelle von Ostbayern zur fränkischen Heimat des Finanzministers. Damit kann unsere Region eine wichtige wirtschaftliche Brückenfunktion einnehmen", betonte Lanzinger.

Für den Kreisvorsitzenden Martin Preuß ist klar: "Nach der Schließung des Bundeswehrkrankenhauses und dem Aderlass von weiteren 370 Dienstposten durch den unmittelbar bevorstehenden Abzug der Panzerbrigade 12 braucht die Vilsstadt einen adäquaten Ersatz". Landtagsabgeordneter Harald Schwartz hob hervor, dass mit der über 100 Jahre alten Leopoldkaserne eine geeignete Immobilie zur Verfügung stehe, die sich bereits im Eigentum des Bundes befindet. Mit einer Gebäude-Bruttogrundfläche von mehr als 50 000 Quadratmetern und einem Areal von zehn Hektar sei damit eine optimale Liegenschaft vorhanden, die vom Bund in den vergangenen Jahren in Teilbereichen mit fast fünf Millionen Euro saniert wurde. "Die Lage einer teilsanierten Kaserne mitten im Stadtgebiet und mit hervorragender Verkehrsanbindung über die Ost-West-Magistrale der A 6 und die Nord-Süd-Verbindungen der A 93 beschert Amberg hervorragende Argumente im Rennen um den Zuschlag einer neuen Maut-Verwaltung im Endausbau mit bis zu 1500 neuen Arbeitsplätzen", erklärte Oberbürgermeister Michael Cerny nach der Klausursitzung.

Jetzt Weichen stellen

Wann die Maut kommt, stehe zwar noch nicht fest, jedoch müssten die Weichen jetzt gestellt werden, war sich die Stadtratsfraktion einig. "Wir Bayern haben die Maut ins Leben gerufen und wir verteidigen sie gegen viele Anfeindungen. Daher ist es nun nur recht und billig, dass die neue Maut-Behörde nach Bayern kommt und nicht ans andere Ende der Republik", meinte Lanzinger.
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