"Medizin für alle"

Die Schlichter Stubenmusi (im Vordergrund) und die Floriansänger aus Michelfeld (im Hintergrund stehend) stimmten zusammen mit den Ensdorfer Bläsern und den Schlichter Sängerinnen auf die Andacht ein.

Wenn uns etwas wehtut, gehen wir ziemlich bald zum Arzt. Warum also schieben wir den Arztbesuch immer wieder auf - oder verzichten komplett darauf, wenn uns die Seele schmerzt?

Solche Fragen stellte Pfarrer Bernhard Huber aus Freihung am Sonntag beim Güldenen Rosenkranz in der Mariahilfbergkirche. Wie immer war das Gotteshaus auch dieses Mal brechend voll. Wer verspätet eintraf, fand bestenfalls noch einen Stehplatz auf der Empore.

Die musikalische Gestaltung des Rosenkranzes lag bei den Oberpfälzer Volksmusikfreunden, den Ensdorfer Bläsern, den Floriansängern aus Michelfeld, der Schlichter Stubenmusi und den Schlichter Sängerinnen. Mit volkstümlichen und religiösen Stücken stimmten sie ihre Zuhörer auf das Gebet ein und brachten sie immer wieder zum Nachdenken.

Pfarrer Huber verglich Jesus und Maria mit guten Seelenärzten, und den Rosenkranz sah er als eine "Medizin für alle". Das Wertvolle an diesen Ärzten, im Unterschied zu den herkömmlichen, sei, dass man ihnen alles erzählen könne, und sie hörten immer zu. "Aber schon das Aussprechen tut gut."

Huber warnte aber auch vor den Nebenwirkungen gewisser Medizin: "So vergessen wir Gott, wenn wir zu viel Zeitgeist aufnehmen. Die richtigen Tabletten sind dabei gar nicht so schwer zu finden: die Nächstenliebe, die Sakramente und das Lesen der Bibel." Wichtig sei, sie vor allem auch regelmäßig einzunehmen.

Am Ende der Andacht bedankten sich die Gläubigen bei den Musikern mit langanhaltendem Applaus.
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