Mehr als nur ein Arbeitsplatz

Halten die KEB Amberg-Sulzbach im 40. Jahr ihres Bestehens auf richtigem Kurs: Vorsitzender Sebastian Sonntag (links) und Geschäftsführer Johann Bauer (rechts). Bild: Uschald

Begonnen hat alles im Keller des damaligen Vorsitzenden Herbert Wagner. Aber schon sind 40 Jahre vorbei und das zarte Pflänzchen Katholische Erwachsenenbildung ist groß geworden.

Wenn es Erfolgsgeschichten in der Region zu erzählen gibt, dann gehört dazu das 40-jährige Bestehen der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Amberg-Sulzbach. Vorsitzender Sebastian Sonntag verzichtete aber auf ein großes Fest und feierte stattdessen mit seinen vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern in kleinem Rahmen.

80 Programmhefte

Sebastian Sonntag präsentierte den Gästen 80 Programmhefte, sortiert auf vier Tischen, die die vier Jahrzehnte der KEB-Arbeit symbolisierten. Und wer hätte das erste Vierteljahrhundert besser in Erinnerung rufen können als Brigitte Wochnik, anfangs ehrenamtliche Mitarbeiterin, später erste hauptamtliche Geschäftsführerin. Begonnen hat alles 1975 im Keller des Vorsitzenden Herbert Wagner, eine "Geschäftsstelle" ohne Kopierer, ohne Fax, ohne Internet. Im Herbst erschien dann das erste Programmheft des damaligen Katholischen Kreisbildungswerks mit der Elternschule als Schwerpunkt.

Auf Herbert Wagner folgten Elisabeth Baur, die der Einrichtung in sechs Jahren die richtige Struktur gab, und Ute Schatz. In deren Zeit fielen zahlreiche schon legendäre Kulturreisen, unvergesslich die Touren nach Italien. Und im 40. Jahr des Bestehens, seit 2002, steht Sebastian Sonntag am Ruder des KEB-Schiffs. Bürgermeister Martin Preuß bezeichnete die KEB als große Familie und als Institution in Amberg und im Landkreis. Um ihre Zukunft sei ihm nicht bange. Wolfgang Stöckl, bischöflicher Beauftragter für Bildungsarbeit, der den Landkreis aus seiner Pastoralreferentenzeit in Rosenberg gut kennt, stellte den Dank an die ehrenamtliche Vorstände und die Mitglieder des Hauptausschusses sowie die zahllosen Bildungsbeauftragten in den Pfarreien voran. "Die ehrenamtlichen Stunden, die im Lauf von 40 Jahren in den Vorstandssitzungen, Bildungsveranstaltungen, Hauptausschusssitzungen und dergleichen geleistet wurden, sind Legion", betonte er. "So wie für den Künstler der Applaus das lebensnotwendige Brot ist, so mag das auch jetzt für die Ehrenamtlichen unter uns gelten: Dankeschön!"

Beruf ist Bauer Berufung

In sehr guter Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt habe in den vergangenen Jahren auch ein Hauptamtlicher die Arbeit der KEB Amberg-Sulzbach geprägt, Johann Bauer, der Brigitte Wochnik nachfolgte. Für Bauer sei es immer mehr als nur ein bezahlter Arbeitsplatz gewesen. Sein Beruf sei im besten Sinne Berufung, hob Stöckl hervor.

Den Verantwortlichen empfahl Stöckl Anleihen beim Heiligen Franz von Sales zu nehmen. Er wünschte ihnen dessen Talent - Ideenreichtum, neue Wege, Menschen zu erreichen, und eine glaubwürdige Sprache. Auch eine weitere Eigenschaft des Heiligen, die Liebenswürdigkeit und die Übereinstimmung von Worten und Taten, könne man fraglos auf die KEB Amberg-Sulzbach anwenden, versicherte Stöckl.
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