Merkels Privilegien
Angemerkt

Es ist heute nicht anders als vor Hunderten von Jahren: Wenn der Landesherr in Amberg weilt, dann hat er das große Ganze im Blick. Als Kaiser Ludwig der Bayer im 14. Jahrhundert die Stadt aufsuchte, ging es auch schon um eine Zukunftstechnologie. Damals versprach sich der Herrscher einen massiven Aufschwung durch die Eisenverhüttung. Amberg lebte diese revolutionäre Technik vor. Hätte es damals einen Firmen-Rundgang und eine Pressekonferenz gegeben, der Wittelsbacher hätte die Rennöfen und die Hammerwerke in der Region wohl über den Schellenkönig gelobt.

Der Bogen von der Eisenverhüttung zur digitalen Fabrik spannt sich zwar weit. Doch im Prinzip verfolgt Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch am Montag das gleiche Ziel, wie seinerzeit der Kaiser. Die Regierungschefin - so teilt es das Kanzleramt offiziell mit - will Deutschlands wirtschaftlichen Führungsanspruch in Europa festigen. Sie reist dazu nach Amberg, wo es Menschen gibt, die vormachen, wie das geht. Wie sich Geschichte doch oft gleicht!

Für Amberg zahlten sich die Visiten der Regenten stets aus. Kaiser Ludwig gewährte der Stadt einst vielfältige Privilegien. Er stiftete das Spital für bedürftige Bürger, erließ Steuern und gab den Anstoß für die große Stadterweiterung. Oberbürgermeister Michael Cerny wird sich wünschen, die Geschichte möge sich auch auf diesem Gebiet zumindest ein bisschen wiederholen. Vielleicht hat er ja Gelegenheit, die Kanzlerin auf die bald leerstehende Leopoldkaserne anzusprechen.



Im Blickpunkt Rettungsdienst hat auch gut zu tun

Amberg. (san) Ein erhöhtes Patienten-Aufkommen hat auch der Rettungsdienst in den vergangenen Tagen zu bewältigen. Laut Erwin Gräml, stellvertretender Rettungsdienstleiter des BRK-Kreisverbandes Amberg-Sulzbach und Leiter der Rettungswache in Sulzbach-Rosenberg, ist dies strenggenommen seit Anfang des Jahres so. "Da haben wohl auch einige Fahrdienste aufgehört."

Gräml hatte selbst in der vergangenen Woche zwei Mal Nachtdienst und viele Fälle, wo Menschen ernsthaft an der Grippe erkrankt waren. "Einen Großteil davon hat's richtig erwischt", berichtet er. Verschont von Krankheiten bleiben auch die Mitarbeiter des Rettungsdienstes nicht. "Wir haben zwar Schutzmaßnahmen, aber es erkranken doch einige", sagt Gräml über die derzeit vermehrt auftretenden Fälle.
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