Messermord: Urteil gegen Schnaittenbacher bestätigt
Weiter lebenslänglich

Es bleibt dabei: Ein 48-Jähriger, der in Schnaittenbach (Kreis Amberg-Sulzbach) seine Ehefrau mit einer Vielzahl von Messerstichen tötete, muss lebenslang hinter Gitter. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte nun dieses Urteil, das heuer im Frühjahr vom Amberger Schwurgericht gefällt worden war und machte es damit rechtskräftig.

Verteidiger Dr. Hans-Wolfgang Schnupfhagn aus Weiden hatte gegen die Entscheidung Revision nach Karlsruhe eingelegt. Der 48-Jährige, aus Weiden stammend, und seine zur Frau (38) lebten zwar Trennung, hatten aber noch eine gemeinsame Wohnung in Schnaittenbach. Dort kam es in der Nacht zum 11. Februar 2014 zur Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Mann mit mehreren Messer aus einer Küchenschublade auf die Mutter dreier Kindern einstach. Bei einem Prozess vor dem Amberger Schwurgericht im Frühjahr machte der Täter geltend, im "Blackout" gehandelt zu haben. Die Richter glaubten ihm nicht. Sie gingen von gezieltem Tötungsvorsatz aus. Nach dem Urteil war der Angeklagte regelrecht ausgerastet. Er hatte mit einer Ahndung wegen Totschlags im minderschweren Fall gerechnet und damit, dass er mit ein paar Jahren Haft davonkommen würde.
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