Millionen bleiben in Amberg

Geschäftsführer Urs (links) und Firmengründer Walter Herding (rechts) haben die nächsten Schritte zum Ausbau ihrer Filtertechnik GmbH und zum Erhalt des Standorts Amberg eingeleitet. Auf der linken Seite dieser freien Fläche sollen bis Oktober für 2,4 Millionen Euro zwei Hallen entstehen. Der Platz rechts ist für ein neues Verwaltungsgebäude reserviert. Bild: Huber

Ihre Produkte liefert die Firma Herding in alle Himmelsrichtungen. In den USA, in China und acht europäischen Ländern ist der Filtertechnik-Spezialist direkt vertreten. Investiert hat das Unternehmen aber am Stammsitz Amberg. Gut 2,4 Millionen Euro kosten die beiden neuen Hallen. Und das nächste Millionen-Projekt ist bereits geplant.

Es ist noch nicht so lange her, da notierten die Journalisten diesen Satz von Senior-Chef Walter Herding: "Wir haben das vernünftig gemanagt. Wir sind gut für die Zukunft gewappnet." Man schrieb das Jahr 2012. Herding hatte auf seinem Firmengelände im Industriegebiet Nord soeben rund 2,5 Millionen Euro in den Hallenumbau und den Kauf hochmoderner Anlagen investiert. Drei Jahre später gibt das Unternehmen, das in Amberg 250 und weltweit 350 Mitarbeiter beschäftigt, erneut eine Summe dieser Größenordnung aus. Rund 2,4 Millionen kostet der Neubau, in dem ein Lager und eine Halle untergebracht sein werden, in der die Produkte für die Endmontage vorbereitet werden. Damit setzt der Hersteller von Filtertechnik erneut ein klares Signal für die Region und stellt so die Weichen für eine nachhaltige Sicherung des Stammsitzes: "Wir stehen aus Überzeugung zum Standort Amberg", sagte Geschäftsführer Urs Herding.

Bei Nachbarn eingemietet

Der Sohn des Firmengründers ließ am Montag am Rande des Spatenstiches auch wissen, dass das Unternehmen nun wieder an logistischer Schlagkraft gewinne, denn es bedürfe jetzt keiner Ausweichstandorte mehr. Um zu 100 Prozent leistungsfähig zu sein, musste Herding Hallen von benachbarten Unternehmen anmieten. Das soll im Oktober dieses Jahres vorbei sein. Bis dahin werde der 1800 Quadratmeter Nutzfläche bietende und von Architekt Heinrich Benker geplante Neubau fertig sein. Im Zuge der Kapazitätserweiterung werde der Prozessfluss auf dem Gelände optimiert und zugleich zusätzlich Parkraum geschaffen.

OB Michael Cerny würdigte die Herding GmbH als eine der bedeutendsten Firmen in der Stadt und der Region und freute sich über das klare Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Amberg. Der Oberbürgermeister ging in seiner kurzen Ansprache davon aus, dass diese Entwicklung auch Wirkung auf andere Firmen haben werde. Dass nach dem Umbau jetzt die Erweiterung ansteht, wertete Cerny als positiv: "Das bedeutet, dass das Gesamtprodukt stimmt."

Nächster Neubau geplant

Gut möglich, dass der OB schon bald wieder zu einem Spatenstich ins Industriegebiet Nord kommt. Die Herdings haben sich neben dem aktuellen Bauplatz ein weiteres Grundstück gesichert, auf dem ein neues Verwaltungsgebäude entstehen soll.

"Es ist alles genehmigt. Es liegt an uns, wann wir anfangen", teilte Walter Herding auf Nachfrage mit und ging davon aus, dass mit dem Bau in zwei bis drei Jahren begonnen werde. Dann wird das Unternehmen wieder Geld in die Hand nehmen und in Amberg investieren. 2,4 oder 2,5 Millionen Euro dürften dann laut Walter Herding aber nicht mehr reichen.
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