Mineralienfreunde treffen sich zum Jahresrückblick zwischen Korallen, Smaragden und Ammoniten
Die versteinerten Lieblingsstücke

Beim Jahresrückblick, zu dem die Vorsitzende der Mineralienfreunde Amberg-Sulzbach, Dr. Christine Paschen, in der Gaststätte Alte Kaserne in Amberg viele Mitglieder begrüßen konnte, wurden wieder einmal schönste Funde, aber auch Lieblingsstücke mit Erinnerungswert präsentiert.

Mit Salzsäure freigelegt

Den Beginn machte Hans Schenk mit versteinerten Korallen aus Nattheim. Die Umgebung des Ortes ist unter Sammlern für die perfekt erhaltene Riff-Fauna aus der Jurazeit (vor etwa 150 Millionen Jahren) berühmt. Die Fossilien werden in unscheinbaren Kalkblöcken gefunden. Mit Hilfe von Salzsäure, durch die sich der Kalk auflöst, werden die verkieselten Korallen freigelegt, da diese von der Säure nicht angegriffen werden. Ebenfalls aus Baden-Württemberg stammt ein Achat aus dem Lierbachtal. Bei einer Sammelfahrt nach Sachsen konnte Hans Schenk sogar ein Stück eines versteinerten Baumstamms bergen.

Fluorit in Kugelform

Das Sammlerglück war auch Fritz Schelenz gewogen, den es seit Jahren nach Südfrankreich zieht. Wegen ihrer Klarheit als Rémuzat-Diamanten bezeichnete Quarzkristalle bildeten eine reizvolle Kombination mit einem Ammoniten. Zwei typische Ammoniten aus der Kreidezeit, einer davon aufgerollt, sind eine weitere Zierde seiner Provence-Sammlung. Von einer Indien-Exkursion stammt ein seltener Fluorit in Kugelform. Zweiter Vorsitzender Gustav Steyer, bewies mit einem vor vier Jahren gefundenen Stück, dass man für schleifwürdige Smaragde nicht bis Kolumbien reisen muss, sondern diese mit viel Glück und Ausdauer auch im österreichischen Habachtal finden kann.

Dazu kamen noch einige bemerkenswerte Funde von Ammoniten aus dem Braunjura (Dogger) aus Sengenthal bei Neumarkt. Schließlich präsentierte Irene Kugler, die heutige Schriftführerin und Kassiererin der Gruppe, Fossilien von mittlerweile ebenfalls "klassischen" und nicht mehr zugänglichen Fundstellen: eine Kamm-Muschel aus Unterstürmig bei Forchheim, eine Schnecke aus Großmehring bei Ingolstadt sowie mehrere Ammoniten, die noch ihr Vater Alois Glaser vor 40 Jahren beim Gasleitungsbau in der Nähe von Ehenfeld gefunden und danach präpariert hatte.

Auch im Jahr 2015 werden Vorträge bei der Amberg-Sulzbacher Gruppe der Vereinigung für Mineralogie und Geologie die Möglichkeit bieten, sich über vielfältige Aspekte dieser Wissensgebiete zu informieren.

Jeden vierten Freitag

Gäste sind bei den Treffen und Vorträgen, die außer August normalerweise jeden vierten Freitag im Monat stattfinden, jederzeit willkommen. Die genauen Themen werden jeweils in der Anschlagsäule der Amberger Zeitung veröffentlicht.
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