Minigolf macht Spaß

Obwohl den jungen Flüchtlingen Minigolf unbekannt war, fanden sie schnell Freude an diesem Spiel und lernten auch noch Deutsch - beim Zählen der Schläge, die sie brauchten, bis der Ball eingelocht war. Bild: hfz

Solidarität beim Minigolf: Die Besitzerin der Anlage hinter der Georgskirche, Elke Dietel, hat Flüchtlinge eingeladen. Vor allem Frauen und Kinder.

Ihrer Meinung nach seien dies besonders Schutzbedürftige und würden Abwechslung und Freude mehr als verdienen. Beim Minigolfen, das für einige der Flüchtlinge etwas völlig Unbekanntes war, konnten die aus verschiedenen Ländern geflohenen Menschen für wenige Stunden ihre Ängste und Sorgen vergessen, erlebten stattdessen Vergnügen und Abenteuer. Laut einer Presse-Info der Caritas beäugten einige der etwas älteren Jungen skeptisch das Treiben auf dem Platz, gingen jedoch nach den ersten Schlägen völlig in dem Spiel auf.

"Man konnte richtig sehen, wie viel Freude alle hatten", so Stefanie Mehringer, die sich ehrenamtlich im Arbeitskreis Flüchtlinge der Caritas engagiert. "Durch die Konzentration auf das Spiel konnten sie das Erlebte im Herkunftsland und auf der Flucht sowie die nicht ganz einfache Situation in der Notunterkunft für kurze Zeit vergessen", fügte sie an. Auch die Kleinen waren bis zum Schluss hochkonzentriert. "Sie waren total fair zueinander, diskutierten über die Anzahl der Treff-Versuche und lernten dabei spielerisch die deutschen Zahlen", freute sich Maria Schönberg, die ebenfalls im Arbeitskreis ist.

"Es war ein super Nachmittag", bilanzierte sie. Gerührt sei sie gewesen, als sich die kleinen Jungen verabschiedeten und "Dankeschön" sagten. Bevor es nach Hause ging, spendierte Elke Dietel ihren Gästen noch Getränke und Eis.
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