"Mit Amberg auf Augenhöhe"

Der FC Schweinfurt 05 steht auf einem hinteren Rang in der Regionalliga Bayern. Trotz dreier Niederlagen bisher sieht der Trainer der Unterfranken seine Mannschaft beim Gastspiel im Stadion am Schanzl nicht als Außenseiter.

Zum ersten Mal nach 30 Pflichtspielen in Serie ohne Niederlage musste der FC Amberg am vergangenen Wochenende beim SSV Jahn Regensburg eine Niederlage einstecken. Doch schon am Samstag, 22. August, um 14 Uhr will man eine neue Serie starten: Diesem Ziel im Weg steht der Gast im Stadion am Schanzl, der 1. FC Schweinfurt 05.

Bei den "Schnüdel" läuft die Saison bisher noch nicht so recht: Nach sechs Spielen stehen sie mit fünf Punkten auf Rang 15. Nach einem 5:1-Auftaktsieg in Nürnberg gab es drei Niederlagen und zwei Unentschieden, zuletzt ein 1:1 beim Ligaschlusslicht Augsburg II. Panik macht sich deshalb aber nicht breit in Unterfranken: "Wir wussten, dass wir von Anfang an gegen den Abstieg spielen. Aber die Situation ist wie erwartet. Hätten wir gegen Augsburg gewonnen, wären wir im Soll", fasst Trainer Gerd Klaus den Auftakt zusammen. Der 44-Jährige ist seit vier Jahren Trainer beim 1. FCS, führte das Team 2013 in die Regionalliga. Seitdem gab es immer Abstiegskampf - das Ziel in diesem Jahr überrascht daher nicht: "Wichtig ist, dass wir am Ende über dem Strich stehen, nur das zählt", so Klaus. In vier Auswärtsspielen holte man bisher erst einen Zähler, das war beim 1:1 gegen Ingolstadt am dritten Spieltag. "Wenn du zum Beginn gleich vier so Auswärtsbrocken hast, ist es natürlich schwer, Punkte zu sammeln. Wir sind zu Hause stärker, deshalb wird das schon mit der Zeit." Auch wenn sich die Abgänge von Simon Häcker (pausiert) und Pablo Pigl (FC Rot-Weiß Erfurt) bemerkbar machen, denn die beiden Mittelfeldspieler gehörten zu den Pfeilern des 1. FCS.

"Leichte Vorteile"

Entschlossenheit hat man in Schweinfurt aber nicht verloren: "Dass Amberg so eine gute Rolle spielt bisher, kam für keinen überraschend, der sich mit dieser Liga auskennt. Was die Erfahrung betrifft, haben wir aber leichte Vorteile. Ich glaube, wir sind mit Amberg auf Augenhöhe und wollen deshalb auch etwas mitnehmen," sagt Klaus.

Die Generalprobe während der Woche gelang aber nicht, im Pokal in Bamberg verlor Schweinfurt mit 2:3. Anders als der FC Amberg, der nach dem 2:0-Erfolg über die SpVgg Weiden in die dritte Pokalrunde einzog - Benjamin Werner und Jan Fischer feierten dabei ihr Comeback nach Verletzung. Das gibt Selbstbewusstsein: "Wir wollen gewinnen. Aber wir lassen uns vom Tabellenplatz des FCS auch nicht blenden. Das ist eine routinierte Mannschaft, die sehr konterstark ist", warnt Ambergs Trainer Timo Rost.

Zwei Optionen mehr

Dafür steht ihm der gesamte Kader zur Verfügung, abgesehen von Andreas Graml (Probleme am Knöchel- und Schienbein). Auch Jan Fischer und Benjamin Werner sind wieder dabei: "Damit haben wir zwei Optionen mehr", freut sich Rost. Der FC will also seine Heimstärke weiter ausbauen: Von neun möglichen Punkten holte man bisher sieben.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Bleisteiner (22), Ceesay (15), Gorgiev (5), Fischer (2), Göpfert (4), Jobst (23), Karzmarczyk (18), Hempel (14), Knorr (17), Schneider (20), Lincke (19), Plänitz (13), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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