Mit Blasmusik nach Fernost

Die Töne, die die Oberpfälzer drauf haben, kamen in China gut an. Bild: hfz

Bayerische Klänge in China: Brassissimo, einBlechbläserensemble der Knappschaftskapelle, ist ans andere Ende der Welt geflogen, um den Menschen in Fernost Blasmusik näher zu bringen. Dort waren ihm Sicherheitskräfte permanent auf den Fersen.

Die Amberger gestalteten in Shenyang das Konzert "Kulturschock III", sie spielten die "Opern auf Bayerisch" mit Texten von Paul Schallweg und teils selbst arrangierten Musikstücken. In dem Ort, der zugleich Ausgangspunkt für eine Rundreise war, gaben die Oberpfälzer noch ein Standkonzert - im "Biergarten" eines Hotels.

Per Nachtzug ging es nach Peking, wo das Ensemble drei Tage lang Sightseeing machte und die chinesische Küche kennenlernte. Und es gelang etwas, was gar nicht so einfach ist: im Straßenviertel Sanlitun ein Standkonzert zu geben.

Es hatte seinen Grund

Wie Brassissimo-Mitglied Katharina Sütterlin erzählt, waren permanent Sicherheitskräfte zugegen. "Nicht, weil wir so schlecht spielten, sondern da in China Menschenaufläufe möglichst vermieden werden sollen", so die Ambergerin. "Aber immerhin brachten wir es auf 30 Minuten Spielzeit."

Weitere drei Tage hielten sich die Oberpfälzer in Xi'an auf, wo sie die Terrakotta-Armee und die große Wildganspagode bestaunten und auf der Stadtmauer Fahrrad fuhren. Einem Hochzeitspaar im Hotel spielten sie spontan ein Ständchen, außerdem traten sie in einer traditionellen chinesischen Theatervorführung auf.

Die Reise ging anschließend in den Süden Chinas, nach Chong Ching. Dort checkte die Gruppe für eine Yangtze-Kreuzfahrt ein, erholte sich etwas und betrachtete vier Tage lang das Land vom Wasser aus.

Auch auf dem Schiff packten die Musiker ihre Instrumente aus, um an Deck eine kleine Einlage zu geben. Wie Katharina Sütterlin berichtet, gefiel dies der Schiffsbesatzung so gut, dass sie Brassissimo für die große Abschiedsshow am letzten Abend "verpflichtete". In Shanghai endete die China-Tour des Ensembles.

Die Musiker behalten die Reise als sehr beeindruckend in Erinnerung. Sie erfuhren viel über China, die dortige Kultur und Lebensweise. Und sie freuen sich natürlich, dass sie den Menschen "ihre Blasmusik" näher bringen durften.
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