Mit einem Minus ins Plus

Die unterste Ebene der Ziegeltor-Tiefgarage am Dienstag kurz nach 10 Uhr. Die Auslastung lässt zu wünschen übrig. Nach Angaben der Stadtwerke erreicht sie lediglich 40 bis 50 Prozent. Bilder: Huber (2)

Von 2007 bis 2014 haben die Stadtwerke bei den Bädern 16,7 und bei den Parkgaragen rund 3,3 Millionen Euro Verlust hinnehmen müssen. Dennoch freuten sich die Stadträte: Weil das Kommunalunternehmen im vergangenen Jahr ein Konzernergebnis nach Steuern von 1,34 Millionen Euro eingefahren hat.

Oberbürgermeister Michael Cerny sprach denn auch in der Sitzung am Montagabend von einer "sehr, sehr guten Arbeit in einem nicht einfachen Umfeld". Stadtwerke-Chef Dr. Stephan Prechtl hatte zuvor in seinem Geschäftsbericht eine Bilanzsumme von knapp über 100 Millionen Euro genannt. Die Umsatzerlöse hätten sich auf 63,3 Millionen belaufen, der Materialaufwand auf 49,1 Millionen Euro.

"Das Unternehmen ist schuldenfrei", betonte der Geschäftsführer. Der 100-prozentigen Stadt-Tochter sei auch die Notenbankfähigkeit bescheinigt worden. Die regionale Wertschöpfung liege bei etwa 9,4 Millionen Euro.

Die Stadtwerke hätten im vergangenen Jahr allein 7,36 Millionen Euro in die Versorgungssicherheit gesteckt. Dass das was gebracht habe, belegte Prechtl mit einem Vergleich: In Bayern sei der Strom 2013 durchschnittlich 15,1 Minuten weg gewesen, in Amberg waren es im vergangenen Jahr lediglich 0,6946.

Laut Prechtl verkauften die Stadtwerke etwas mehr Strom, aber weniger Gas. Das habe an einem "zu warmen Winter" gelegen.

Für die Bäder gaben die Stadtwerke Prechtl zufolge 2014 ungefähr 1,6 Millionen Euro aus. Seit 2007 kommen hier fast 18 Millionen an Investitions- und Unterhaltskosten zusammen. In diesem Zeitraum bescherten Kurfürsten- und Hockermühlbad sowie die beiden Parkgaragen (Ziegeltor und Kufü) dem Unternehmen rund 20 Millionen Euro Verlust.

Vor allem die Ziegeltor-Garage wird unzureichend angenommen. Bei einer Auslastung von lediglich 40 bis 50 Prozent ist noch viel Luft nach oben. Die Erlöse der Garagen würden gerade mal den Unterhalt decken, beklagte Prechtl.

Auch das Feld Erneuerbare Energien streifte der Geschäftsführer. Die Stadtwerke sind an den Bürgerwind-Anlagen in Freudenberg und Kastl sowie an den Windparks in Illschwang und Suckow (Mecklenburg-Vorpommern) beteiligt.
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