Mit kompromissloser Abwehr

Gegen eine kompromisslose Abwehr hilft nur kompromissloser Angriff: Junior Torunarigha (Mitte) hat sich bisher als "Edeljoker" erwiesen und nach seiner Einwechslung deutlich mehr Druck in das Spiel des FC Amberg gebracht. Bild: Ziegler

Der FC Amberg ist zu Hause eine Macht in der Regionalliga. Der FV Illertissen tritt auswärts eher schwächelnd auf. Gute Vorzeichen für den vierten Heimsieg - wenn die Schwaben nicht im Aufwind wären.

Nach der bitteren Pokalniederlage am Mittwochabend, als der FC Amberg sich dem SSV Jahn Regensburg erst im Elfmeterschießen geschlagen geben musste, geht es mit dem Alltag in der Regionalliga Bayern weiter. Der Gegner am Samstag, 12. September, um 14 Uhr im Stadion am Schanzl: Der FV Illertissen.

Die Schwaben werden im inzwischen vierten Jahr von Holger Bachthaler trainiert und stehen vor dem Gastspiel in Amberg auf dem siebten Tabellenplatz. Drei Siege, drei Unentschieden, drei Niederlagen gab's bis heute - das nennt sich wohl eine ausgeglichene Bilanz. "Es war bisher durchwachsen. Wir haben ab und zu ansprechende Leistungen gezeigt, uns dafür aber zu wenig belohnt. Letztlich sind wir aber doch zufrieden", so Bachthaler. Großen Anteil an den bisher erreichten zwölf Punkten haben die beiden Topscorer des Teams, Adrian Morina und Marc Hämmerle, die beide schon je vier Tore auf dem Konto haben. Hämmerle spielte vor einigen Jahren schon mal bei der SpVgg Weiden in der Regionalliga, kam dabei aber nur auf ein paar sporadische Einsätze.

Auswärts mag es in dieser Spielzeit aber noch nicht so recht klappen beim FVI. Ein torloses Unentschieden in Ingolstadt und ein maues 1:1 in Schweinfurt stehen auf der Habenseite, außerdem gab es Niederlagen in Memmingen und bei der Club-Reserve. Bachthaler kennt die Gründe: "Es wäre mehr drin gewesen in allen Partien. Aber dafür müssten wir gerade die Chancen, die wir auswärts haben, effektiver nutzen." Zumindest klappt es zu Hause anständig: Zuletzt bezwang Illertissen vor heimischer Kulisse den FC Augsburg II im schwäbischen Derby mit 2:0 - der FC Amberg holte da nur ein 2:2.

Nicht nur deshalb ist der 40-jährige Bachthaler optimistisch, was den Auswärtsauftritt beim FC Amberg heute betrifft: "Amberg hat sich gut in der Liga zurecht gefunden. Es wird nicht einfach, aber wenn wir in den entscheidenden Situationen unsere Qualität vor dem Tor zeigen und ein gutes Spiel abliefern, können wir auch in Amberg etwas holen - das ist das erklärte Ziel." Dass es aus den letzten beiden Partien nur einen Punkt gab, zeige, dass in dieser Liga jeder Fehler bestraft werden würde, erklärt Timo Rost. Ambergs Trainer kann aber zumindest auf die Heimstärke seiner Elf bauen: Zehn von zwölf möglichen Punkten holte der FC auf eigenem Platz, dazu kommt die zweitbeste Offensive der Liga mit 21 erzielten Treffern - nur der Spitzenreiter aus Regensburg traf zweimal öfter. Zwei Statistiken, die gegen den unbekannten Gegner aus Illertissen ausgebaut werden sollen: "Die haben eine starke Offensive und eine kompromisslose Abwehr. Ich erwartet einen Zermürbungskampf", prophezeit Rost, der bis auf Andreas Graml (Knöchelverletzung) auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann. Doch Rost ist optimistisch: "Wenn wir aus den letzten Spielen lernen und bis zum Schlusspfiff konzentriert und engagiert auftreten, dann können wir gewinnen."

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Bleisteiner (22), Ceesay (15), Gorgiev (5), Fischer (2), Göpfert (4), Jobst (23), Karzmarczyk (18), Hempel (14), Knorr (17), Schneider (20), Lincke (19), Plänitz (13), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)SpVgg SV Weiden (3795)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.