Mitgliederversammlung des Caritas-Fördervereins - Zwei Elektroautos
Auftragsbücher gut gefüllt

Förderverein und Sozialstation informierten über ihre Arbeit (vorne, von links): Geschäftsführer Richard Sellmeyer, Vorsitzende Elisabeth Schaller, Pfarrer Michael Jakob, Claudia Koch; (hinten, von links) Nicole Hollederer, 2. Vorsitzende Theresia Finger, Pflegedienstleiterin Inge Gerlach. Bild: oe
Man weiß nicht, was passiert! Kann ich meinen an Demenz erkrankten Angehörigen auch mal alleine lassen? Wo erhalte ich Hilfe? Der Förderverein der Caritas-Sozialstation stellte diese Fragen in den Mittelpunkt seiner Mitgliederversammlung.

Claudia Koch informierte über eine positive Finanzlage. Mitgliedsbeiträge und Spenden kommen der Sozialstation Amberg zu Gute. Pflegedienstleiterin Inge Gerlach berichtete, dass zur Zeit 38 Mitarbeiter tätig sind. "Zu unserem Service gehört auch Essen auf Räder", teilte Gerlach mit. "Hier erhalten wir viel Lob, was ganz sicher auch an der guten Küche des Caritasheimes an der Friedlandstraße liegt."

19 000 Essen

Rund 19 000 Essen wurden letztes Jahr ausgefahren. Ab 2015 ist das Pflegegeld erhöht worden, auch die Zuschüsse wie zum Beispiel für Tagespflege, Kurzzeitpflege und Pflegehilfsmittel. Die Caritas bietet hier kostenlose Information und Aufklärung, informierte Gerlach, Wenn das Vergessen zum Alltag dazu gehört, so begann Nicole Hollederer, Gerontopsychiatrische Fachkraft der Sozialstation, ihren spannenden Vortrag.Hollederer ging auf die Auswirkungen und Probleme der Demenzerkrankung ein und gab wertvolle Tipps. Wenn die Brücke zwischen Lang- und Kurzzeitgedächtnis nicht mehr funktioniert, die Patienten unter Stimmungsschwankungen leiden, ständig Nachfragen und vieles nicht mehr finden, sind die Angehörigen stark gefordert, ja teilweise sogar überfordert.

"Haben Sie Verständnis", sagte die Fachkraft. Der Betroffene könne nichts für seine Verhaltensweise und mache vieles nicht mit Absicht. Ganz wichtig sei es zu beachten, so betonte Hollederer: Die Gefühle und Emotionen bleiben. Anschuldigungen und Vorwürfe besser überhören, als darauf eingehen, meinte Hollederer und fügte hinzu, dass loben mehr bringt als kritisieren.

Umwelt geschont

Geschäftsführer Diakon Richard Sellmeyer lobte die Mitarbeiterinnen der Sozialstation für ihren täglichen Einsatz. "Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Inzwischen haben wir zwei Elektroautos im Einsatz. Der Strom kommt aus der eigenen Solaranlage", informierte Sellmeyer und fügt hinzu, "hier ist die Sozialstation Vorbild, spart Spritkosten und schont die Umwelt".
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