Motivierte Truppe

Die Freiwillige Feuerwehr Gailoh ehrte langjährige Mitglieder (von links): Willi Meyer (40 Jahre), Johann List (50), Johann Gehring (50), Stadtbrandinspektor Philipp Seegerer, Michael Graf (50), OB Michael Cerny, Vorsitzender Georg Honig und zweiter Vorsitzender Herbert Ströhl. Bild: usc

Ohne Feuerwehr und Siedler gäbe es das "Wir sind Gailoher" nicht, wusste OB Michael Cerny. Dank der Freiwilligen Feuerwehr habe die Bevölkerung ein sehr gutes Sicherheitsgefühl, betonte Cerny und übergab im Beisein von Alt-OB und Ehrenmitglied Wolfgang Dandorfer einen Spendenscheck.

(usc) Rund 200 Stunden brachten die Aktiven der Stadtteilwehr Gailoh 2014 bei 15 Übungen für die Aus- und Weiterbildung ein - die Ausrichtung von Festen nicht eingerechnet. Dazu kamen noch fast 80 Stunden bei zwölf Einsätzen und Sicherheitswachen. Diese Bilanz legte Kommandant Michael Dengler bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung vor.

Kein Unfall bei Übungen

Ein besonderes Augenmerk galt den Unfallverhütungsvorschriften. Dadurch hatten die Aktiven in den vergangenen Jahren keinen Unfall bei Übungen und Einsätzen zu verzeichnen, wie Dengler ausführte. Ausbildungsschwerpunkte im vergangen Jahr waren die Grundtätigkeiten im Feuerwehrdienst. Dazu gehören Knoten und Stiche, Löschaufbauten und Fahrzeugkunde. "Ich bin stolz, sagen zu dürfen, dass wir eine sehr gute und motivierte Truppe haben, mit der wir auch kleinere Einsätze selbstständig abarbeiten können", betonte der Kommandant.

Neun Atemschutzträger

Allerdings räumte Dengler ein, dass es zunehmend schwer falle, bei einem Alarm während eines Werktages ausreichend Einsatzkräfte zu finden. Diese Problematik betreffe nicht nur die Gailoher Feuerwehr. Seine Truppe stellt derzeit neun Atemschutzgeräteträger, darunter auch Frauen. Dengler gab sich optimistisch, dass die Wehr noch weitere Aktive, die das Mindestalter erreicht haben, gewinnen könne. Im März 2014 absolvierten Dengler und Timo Höcherl an der Feuerwehrschule den Lehrgang zum Kommandanten. Im Juni legte Christoph Schöppl die Truppmann/Truppführerprüfung mit Erfolg ab.

Im September konnten die Gailoher mit der Feuerwehr Karmensölden am Fire-Trainer der Berufsfeuerwehr Regensburg üben. Hier ging es darum, als Trupp mit einem C-Hohlstrahlrohr Brände einzudämmen und zu löschen. Begleitet wurden die Aktiven von Ausbildern der Feuerwehr Amberg. Im November belegten vier Aktive einen Motorsägenkurs in Hohenkemnath. Am Wissenstest Stufe 2 nahmen Felix Graml, Stefan Schlaffer, Maximilian Honig, Janik Hilburger, Peter Kölbel und Christian Klann teil. Die Deutsche Jugendspange erwarben Peter Kölbel, Maximilian Honig, Janik Hilburger, Christian Klann, Felix Graml, Stefan Schlaffer und Florian Schaa.

Um Kontakte zu fördern, fand im Oktober das Aktivenfest bei den Kameraden in Raigering statt. Dengler verwies auf das Veteranenzeltlager in Kastl. Über das gesellige Vereinsleben referierte Vorsitzender Georg Honig. Laut Statistik gehören der Wehr 138 Mitglieder an, davon elf Frauen. Für weitere sechs Jahre stellt sich Anton Hummel als Kassier zur Verfügung. Dieses Amt übt er nun schon 24 Jahre aus. Ebenso bestätigt wurde Martin Ströhl als Vertrauensmann.

Bei Stadtwache 348 Aktive

OB Michael Cerny und Stadtbrandinspektor Philipp Seegerer würdigten die engagierte Arbeit der Stadtteilfeuerwehren, die nun alle über wasserführende Fahrzeuge verfügten. Seegerer gab die Einstellung einer hauptamtlichen Kraft für die Stadtwache zum 1. April bekannt. Derzeit verfüge die Stadt über 348 Aktive. Um den Nachwuchs ist es nach Worten Seegerers sehr gut bestellt. Die Zahl aller Einsätze belief sich 2014 auf 608. An 84 Einsätzen seien auch die Stadtteilwehren beteiligt gewesen.
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