Musik als freudiges Kontrastprogramm

Eine imposante Kulisse bot die Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit für das Weihnachtskonzert des Gregor-Mendel-Gymnasiums. Bild: hfz

Die Dreifaltigkeitskirche war schön weihnachtlich geschmückt, die Musik trug ihr dazu bei, die Zuhörer in eine festliche Stimmung zu versetzen.

Von der ersten bis zur letzten Minute beschenkte das Gregor-Mendel-Gymnasium sein Publikum mit einem abwechslungsreichen Weihnachtskonzert. Die Eröffnung übernahm die von Andreas Billner geleitete Big Band mit dem Rondo aus der Abdelazer Suite von Purcell. Die zum Teil noch sehr jungen Holzbläser aus der Unterstufe meisterten auf beeindruckende Weise die filigranen Stellen zusammen mit den erfahreneren Schülern der Oberstufe.

Guter Geist und Krisen

Schulleiter Peter Welnhofer ging auf die Diskrepanz zwischen dem Geist von Weihnachten und den vielen Krisen in der Welt ein, die die täglichen Nachrichten in diesen Tagen bestimmen. Beim Konzert gehe es nicht um das Wegschauen und das Zukleistern der vielen Probleme mit der üblichen Weihnachtsharmonie, vielmehr solle der Abend einen besinnlichen, aber auch freudigen Kontrast bieten. Mit vier unterschiedlichen Ensembles lag der Fokus auf der Chormusik. Den Anfang machten der Lehrerchor mit dem Chor der Oberstufe: "Hört die Weihnachtsglocken klingen" und Händels "Tochter Zion, freue Dich". Der allgemeine Chor trug anschließend "The First Nowell", "Carol of the Children" (Rutter) und "Only Time" von Enya vor.

Welch musikalische Talente das GMG hat, bewiesen Alexander Reindl (Klavier) mit der Nocturne Nr. 20 von Chopin, Alexandra Herdegen (Violine) mit dem Allegro von Fiocco sowie Vanessa Schindler (Klarinette) mit den Silvana-Variationen von Weber. Alle drei Stücke zählen zwar mehr oder minder zu Klassikern der einschlägigen Literatur, die beinahe jeder Musikschüler früher oder später zu bearbeiten hat.

Aus "Herr der Ringe"

Die Jazz-Combo unter der Leitung von Bernadette Kandsperger sorgte mit "Feliz Navidad" und "Pink Panther Theme" für einen wohltuenden Kontrast. Frisch, fröhlich und mit unbeschwerter Vorfreude trugen die Sänger Tamara Lindner und Richard Bouschery "Rockin'Around the Cristmas Tree" sowie Celine Hebling mit "In Dreams" aus der Filmmusik von "Herr der Ringe" vor. Mit besonders klarer und natürlicher Stimme sang die ehemalige Schülerin Svenja Drescher, begleitet von Alexander Türk an der Orgel, das "Ave Maria" von Bach/Gounod. Sie studiert inzwischen an der Hochschule für Musik in Nürnberg.

Version des "Nussknackers"

Zum Abschluss bewies die GMG-Big-Band, dass sie sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt hat. Neben dem unterhaltenden Repertoire hatten die Schüler zunehmend anspruchsvollere Blasorchester-Literatur erarbeitet. Für das Publikum war es ein Vergnügen, die von Tschaikowskis Ballett "Der Nussknacker" abgeleitete Suite in der Version der 60 jungen Musiker zu hören. Das hervorragend besetzte Holzregister, auch mit exotischeren Instrumenten wie Fagott, sorgte für einen ausgesprochen runden und ausgewogenen Klangkörper. Der langanhaltende Applaus und die große Spendenbereitschaft zeigten deutlich: Mehr Freude an Weihnachten ging kaum mehr.
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