Musik hilft Ruanda

Das P-Seminar Musik der Oberstufe hatte ein Benefizkonzert zugunsten des Dorfes Umudugudu im afrikanischen Ruanda organisiert. Bild: kge

"Zunächst war es das Paradies und dann die Hölle." So beschrieb Salesianer-Pater Hermann Schulz den Schülern das Land Ruanda. Dort arbeitet er seit 37 Jahren. Hilfe für ein afrikanisches Dorf kommt jetzt aus Amberg.

Das P-Seminar Musik der Oberstufe des Gregor-Mendel-Gymnasiums organisierte ein Benefizkonzert zugunsten des Dorfes Umudugudu. Dazu hatten die Schüler auch Hermann Schulz eingeladen, der in Ruanda Straßen- und Waisenkinder betreut. Eigentlich wollte er sich an die Zeitvorgabe im Programm halten, aber das fiel ihm äußerst schwer. Denn er wusste sehr viel zu berichten. So schilderte er unter anderem, wie er nur durch Intuition seiner eigenen Ermordung entkommen war und wie tief sich menschliche Abgründe in diesem Teil Afrikas auftun.

Kostbare Bodenschätze

Auch der Industrie schrieb er eine Mitschuld an den schrecklichen Völkermorden zu - sie habe davon damals profitierte. Das Land verfüge über kostbare Bodenschätze, an denen sei die Industrie in erster Linie interessiert gewesen. Obwohl das GMG einen technisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt hat, zeigten die Schüler ihre musikalische und kreative Seite. Unter der Leitung von Bernadette Kandsperger nahmen sie das Publikum mit auf eine Reise um die Welt. Sie sangen und spielten mit Leidenschaft gegen die düsteren Geschichten des Gastvortrages an.

Das Projekt wurde ein voller Erfolg. Nach Angaben von Schulleiter Peter Welnhofer brachten die Spenden und der Verkauf der Amberger Stadtschokolade insgesamt 1840 Euro. Die Teilnehmer des Seminars rundeten den Betrag schließlich auf 2000 Euro auf und freuten sich, die Arbeit des Paters damit zu unterstützen.
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