Muslimisch kochen im Unterricht des Fachs katholische Religionslehre
Über den Tellerrand

Amberg in der Oberpfalz
12.03.2012
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"Muslimisch kochen" ist das Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit der Fächer katholische Religionslehre und Hauswirtschaft an der Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule. 24 Mädchen und Jungen der Klasse 7F hatten bekamen kürzlich die Möglichkeit, muslimische Speisen in der Schulküche zuzubereiten und anschließend zu verköstigen.

Bereits im Vorfeld waren islamischen Speisevorschriften ausführlich im katholischen Religionsunterricht thematisiert und dazu anschauliche Merkhilfen gebastelt worden. Da im Islam der Genuss bestimmter Speisen untersagt ist, wurde beim Kochen beispielsweise ausschließlich Rinderhackfleisch verwendet. So bereiteten die Schüler eine Variante der Speise Sigara Börek zu und füllten die frittierten Teigröllchen mit Rinderhack.

Außerdem gab es Tzaziki und einen Tabouleh Salat. Baklava, ein süßes Dessert aus Blätterteig und Nüssen, wurde zum Nachtisch serviert. Weiterhin stellten die Mädchen und Buben ein Erfrischungsgetränk auf der Basis von Joghurt her, das Ayran genannt wird und als Durstlöscher gilt. Anschließend verzehrten die Jugendlichen die muslimischen Speisen in einem von ihnen eigens dafür dekorierten Speiseraum und waren vom Geschmack sehr begeistert. Besonders das Dessert Baklava schmeckte ihnen vorzüglich. Warum aber muslimisch kochen im katholischen Religionsunterricht? Eine der wichtigsten Zielsetzungen besteht darin, das interreligiöse Lernen bei den Heranwachsenden zu fördern.

Die jungen Menschen sollen dazu befähigt werden, anderen Weltanschauungen, Kulturen und Religionen mit Toleranz zu begegnen, sie zu achten, von ihnen zu lernen und ein wenig über den eigenen redensartlichen Tellerrand hinauszublicken.
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