Mut und Lebensfreude schenken

Die Demenzbegleiter der Malteser mit ihrer Leiterin Anke Bösl (Fünfte von links), Stadt- und Kreisbeauftragtem Carsten-Armin Jakimowicz (Zweiter von links) und Diözesanoberin Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg (Dritte von links) freuen sich über den Start des neuen Dienstes. Bild: jac

Menschen mit Demenz brauchen viel Zuwendung und ein vertrautes Umfeld. Oft werden sie von ihren Angehörigen betreut. Ihnen bietet der Malteser-Hilfsdienst (MHD) nun konkret Unterstützung an.

Der neue Begleitungsdienst für Menschen mit Demenz - Entlastungsdienst für ihre Angehörigen, kurz BED, ist in Amberg gestartet. Carsten-Armin Jakimowicz, Stadt- und Kreisbeauftragter der Malteser, stellte ihn vor.

"Seit jeher engagieren sich die Malteser für Menschen, die der besonderen Hilfe bedürfen. Dazu gehören heute vor allem auch an Demenz Erkrankte und deren Angehörige. Sie brauchen verstärkt unsere Aufmerksamkeit, Unterstützung und Fürsorge", erzählte Jakimowicz. Freiwillige haben sich bei den Maltesern zu Demenzbegleitern ausbilden lassen. Nachdem das Versorgungsamt den BED anerkannt hat, steht dem Start dieser Betreuungs- und Entlastungsmöglichkeit in der Vilsstadt nichts mehr im Weg.

Geld aus der Pflegekasse

Die Demenzbegleiter kommen zu den Patienten nach Hause. "Für zwei oder drei Stunden übernehmen wir Malteser die Betreuung und verschaffen so den Angehörigen Pausen zum Durchatmen und Kraft tanken", betonte Jakimowicz. Die Kosten für den Einsatz könnten aus dem Budget verrechnet werden, das die Pflegekassen bei einer demenziellen Veränderung zur Verfügung stellen.

Auch Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg, Diözesanoberin der Malteser im Bistum Regensburg, freut sich über den Start des BED bei den Amberger Maltesern. Sie stellte heraus, dass gerade die Entlastung der Angehörigen ein wichtiger Punkt des Konzepts sei. "Darüber hinaus wollen wir mit unserem Dienst versuchen, Ermutigung und Lebensfreude in dieser oft schwierigen Situation zu schenken", ergänzte die Diözesanoberin.

Geleitet wird der Begleitungs- und Entlastungsdienst von Anke Bösl, die bei den Maltesern in Amberg schon die sozialpflegerische Ausbildung und die Breitenausbildung in Erster Hilfe betreut. Die examinierte Krankenschwester steht den freiwilligen Demenzbegleitern bei ihren Einsätzen mit Hinweisen zur Seite.

Bösl erklärte die Besonderheit des Demenzdienstes: "Wir Malteser lassen uns im BED von der palliativen Philosophie der von der schwedischen Königin Silvia ins Leben gerufenen Stiftung Silviahemmet inspirieren." Ausgehend davon entwickelten die Malteser ihre Aktivitäten auf dem Gebiet Demenz ständig weiter.

Weitere Angebote denkbar

Geplant sei, die Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in Amberg bei entsprechender Nachfrage auszubauen. Denkbar wären Angehörigentreffs, Informations- und Beratungsangebote oder "Café Malta" genannte Gruppennachmittage für Demente.

Näheres über diesen neuen Dienst der Malteser erfährt, wer unter der Telefonnummer 09621/ 4 93 30 nachfragt oder eine E-Mail an bed@malteser-amberg.de schickt.
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