Na, es geht doch

Die 9a der Ammersrichter Mittelschule fand die Wände ihrer Aula schmuddelig und schaffte, dass viele bei einem neuen Anstrich mit anpackten: Mitschüler, als Malergesellin die Schwester eines Klassenkameraden, die Schulleitung, Eltern das Rathaus und ein Sponsor. Bild: bhi

Meistens sind junge Menschen froh, möglichst schnell die Schule hinter sich zu lassen. Nicht so die 9a aus Ammersricht. Sie fand die Wände ihre Aula nicht mehr allzu ansprechend und legte deshalb selbst Hand an. An einem unterrichtsfreien Samstag dazu.

Die vom Kulturministerium initiierte Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit stand unter dem Motto "Wohlfühlen in der Schule". Das, so war sich die Klasse 9a der Mittelschule Ammersricht einig, vermittelte bisher ein Blick durch ihre Aula nicht gerade. Fast schon schmuddelig und deutlich verlebt sahen die Wände bereits länger aus. Zudem standen und stehen noch im Herbst wieder einige Veranstaltungen auf dem Programm, und eigentlich wollte sich die Schule ihren Gästen möglichst propper präsentieren. Also: Streichen, lautete die einfache Antwort.

Klappte schon einmal

Nachdem die Klasse bereits vor zwei Jahren mit der Renovierung des eigenen Klassenzimmers einschlägige Erfahrungen sammeln konnte, und das Ergebnis noch heute wesentlich zu einem guten Arbeitsklima beiträgt, waren die Helfer und ein passender Termin schnell gefunden. Spontan sagte auch Oberbürgermeister Michael Cerny bei diesem außerordentlichen Engagement seine unbürokratische Unterstützung zu, um die Kosten für die Farben, das Material und obendrein eine herzhafte Brotzeit zu decken.

Möglichst zügig erledigte vor diesem Hintergrund eine erfahrene Malerin mit ihrem Bruder, der Schüler der Ammersrichter 9a ist, die Vorarbeiten, und am Tag darauf - einem Samstag - trafen sich die Initiatoren der Aktion in voller Besetzung um acht Uhr, um das Projekt Aulaverschönerung anzugehen.

In allen Ecken war geschäftiges Treiben zu beobachten und das Miteinander von Schülern, Eltern, Lehrern und Schulleitung klappte völlig reibungslos. Dazu trugen auch die klaren Ansagen der Malergesellin Martina Sander bei, die souverän und umsichtig ihre Helfer instruierte und darauf achtete, dass jeder in die Arbeiten eingebunden war. Egal, ob es ums Abkleben, Vorstreichen oder auch Reinigen der Malergeräte ging, alle packten mit an und nach sechs Stunden war man bereit für das abschließende Foto, das nur zufriedene Gesichter zeigt.

Dank an Sponsor

Der Schulleiter Stephan Tischer nutzte diese Gelegenheit, um allen Aktiven zu danken und die Außerordentlichkeit dieser Maßnahme hervorzuheben. Sein Dank richtete sich auch als Sponsor der Aktion an die Firma TTL, die mit einer ausführlichen Farbberatung vor Ort half und zudem dank eines ganz speziellen "Schultarifes" die Kosten in einem überschaubaren Rahmen hielt.
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