Nach Fusion auf Erfolgskurs

Sie bilden den ersten Vorstand nach der Fusion (hinten von links): Thomas Dotzler, Frank Jacobi, Mustafa Sugle, Günter Paßler, Stefan Schubert. Sitzend von links: Gerlinde Pelka, Doris Rosenblatt, Christoph Spanger und Sebastian Gassner. Bild: pa

Als der ERSC vor einem Jahr seine Hauptversammlung hielt, stand die Fusion mit dem EC 2000 nicht nur auf der Kippe, sie galt als gescheitert. Zwölf Monate später sind die Streitereien von früher längst vom Tisch. Es gibt nur noch einen Eishockeyverein und der startet nun richtig durch.

Die nach dem Zusammenschluss beider Clubs notwendig gewordenen Wahlen brachten wenig Änderungen. Mustafa Sugle bleibt Vorsitzender, Frank Jacobi sein Stellvertreter. Florian Ksoll (Nachwuchsleitung) und Philipp Paßler (stellvertretender Seniorenobmann) kandidierten aus beruflichen Gründen nicht mehr für ihre Posten, wollen sich aber weiter nach Möglichkeit in die Vereinsarbeit einbringen. Thomas Dotzler (2. Nachwuchsobmann), der seit Monaten schon aktiv beteiligt ist, und Christoph Spanger (1.Seniorenobmann) - beide früher beim EC 2000 aktiv - sind die neuen offiziellen Gesichter im Führungsteam.

"Äußerst turbulent"

In seinem Rückblick erinnerte Sugle an den vergangenen Sommer, der nach seiner Aussage "äußerst turbulent" verlief: "Was ursprünglich mit einem Ausbau der Nachwuchsabteilung des ERSC und mit einer Aufnahme des Spielbetriebs im Kleinschüler-Bereich beginnen sollte, führte zu einer Zusammenführung der beiden Amberger Eishockeyvereine unter dem Dach des ERSC." Zum jetzigen Stand sieht Sugle dadurch für den Sport eine "unglaublich positive Entwicklung mit toller Außenwirkung", deren Möglichkeiten aber noch nicht ausgeschöpft seien. Vor allem beim Nachwuchs wolle und müsse sich der ERSC noch weiterentwickeln.

Nachwuchsleiter Stefan Schubert ging ebenfalls auf den Sommer 2014 ein, in dem der ERSC zunächst mit 20 Kindern den Spielbetrieb aufnehmen wollte. Aber es kam anders: "Nach dem Zusammenschluss konnten wir sechs Mannschaften mit 90 Kindern melden." Die sportliche Bilanz könne sich sehen lassen: "Wir haben durchwegs positiv abgeschnitten und sind mit allen Teams im Mittelfeld gelandet, die beiden Kleinstschülermannschaften sogar jeweils Zweite in der Turnier-Statistik."

Am Ende Sechster

Gut ins Bild passte da auch die Bilanz der ersten Mannschaft in der Landesliga: "Wir konnten wohl die stärkste Mannschaft seit der Oberligazugehörigkeit 2003 aufbieten", sagte Sugle. Dass der ERSC am Ende "nur" auf dem sechsten Rang landete, zeige lediglich, dass die Liga immer stärker werde und die Konkurrenz teilweise massiv aufrüste. Philipp Paßler nannte dann die Erfolgszahlen: Bei 18 Siegen aus 26 Partien (142:99 Tore) habe der ERSC 20 Punkte mehr geholt als in der Vorsaison und bis zum Schluss der Spielzeit zur Spitzengruppe gehört: "Erst die beiden Niederlagen in den am Ende bedeutungsarm gewordenen Partien gegen Passau ließen den Abstand etwas größer werden, als er während der gesamten Saison war."

Paßler: "Es war auf jeden Fall so, dass es für jeden Gegner unangenehm war, gegen unsere Löwen antreten zu müssen." Topscorer wurde mit 49 Punkten Boris Flamik vor Daniel Krieger (47) und Florian Bartels (41).

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