Nach Löscheinsätzen in Neubernricht und Eglsee: Polizei hat erste Erkenntnisse
Zwei Öfen als Brandherde

45 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren am Freitagnachmittag beim Brand in Neubernricht im Einsatz (Bild). Sieben Stunden später schrillten die Alarmglocken erneut. Diesmal brannte ein Wohnhaus im Drillingsfeld. Bild: gf
Zwei Mal musste der Stadtlöschzug am Freitag zu Wohnhausbränden ausrücken - zunächst um 16.15 Uhr nach Neubernricht, dann kurz vor Mitternacht ins Drillingsfeld bei Eglsee (wir berichteten). Drei Tage nach den Löscheinsätzen gibt es nun erste Erkenntnisse zu den Brandursachen.

Fahrlässige Brandstiftung

Wie die Polizei am Montag mitteilte, ist das Feuer im Drillingsfeld wahrscheinlich in der Küche ausgebrochen. Möglicherweise komme ein "unsachgemäßer Umgang mit Öl in einer Pfanne" als Auslöser in Betracht. Gegen den 33-jährigen Mieter der Einliegerwohnung über der Garage werde wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Die Kriminalpolizei beschäftige sich aber noch genauer mit dem Hergang. Bei dem Brand gab es keine Verletzten. Der Schaden am Haus dürfte mit mindestens 150 000 Euro zu Buche schlagen.

Auch die Ursache des Feuers in Neubernricht etwa sieben Stunden zuvor dürfte geklärt sein. Nach Polizeiangaben gehen die Brandfahnder davon aus, dass die 87 Jahre alte Bewohnerin des Hauses am Höhengauer Weg den Brand verursacht hat, als sie den im Wohnzimmer befindlichen Holzofen schüren wollte. Die Polizei spricht von einem "Handhabungsfehler", weist aber darauf hin, dass auch hier die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien.

Wie berichtet, sahen Nachbarn dichten Rauch aus den Fenstern im Erdgeschoss quellen. Als sie in das Haus stürmten, um die Seniorin zu retten, habe diese noch versucht, die Flammen mit einer Gießkanne zu löschen, berichteten die Retter gegenüber der AZ. Der Rettungsdienst brachte die 87-Jährige mit einem Schock und einer leichten Rauchgasvergiftung ins Klinikum. Dort befindet sich die Frau laut Polizei immer noch. "Ob das Wohnhaus in Zukunft noch einmal bewohnt werden kann, erscheint fraglich", heißt es im Polizeibericht weiter.

Katze überlebt nicht

Den Schaden beim Neubernrichter Brand schätzen die Ermittler auf rund 70 000 Euro. Die Katze, die die Seniorin in der ersten Aufregung noch gesucht hatte, überlebte Feuer und Rauchentwicklung nicht. Die Feuerwehrleute konnten das Tier nur noch tot bergen.
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