Nach Rückstand voll auf Angriff

Der FC Amberg hat am Dienstagabend vor 379 Zuschauern beim 2:2 (2:2) bei der SpVgg Greuther Fürth den ersten Auswärtspunkt geholt - das 25. Spiel in Folge, in dem die Elf von Trainer Timo Rost ungeschlagen blieb.

Bei den Mittelfranken verschliefen die Oberpfälzer zunächst die Anfangsphase und lagen schnell mit 0:2 im Rückstand. Nach einer Leistungssteigerung holten sie sich das verdiente Remis, wobei in der Schlussphase sogar noch mehr drin gewesen wäre.

Rost verfuhr nach der Devise "Never change a winning team" und ließ zu Beginn die Startelf auflaufen, die Memmingen mit 4:1 vom Platz gefegt hatte. Der Greuther Coach Thomas Kleine vertraute dem Talent Tim Bodenröder und baute seine Anfangsformation gegenüber dem 1:0 auswärts nur auf einer Position um: Mergim Bajrami nahm zunächst auf der Platz, für ihn begann Stefan Maderer. Nachdem die Begegnung wegen des Zuschauerzuspruchs mit zehnminütiger Verspätung in Burgfarrnbach begann, waren die Amberger offenbar mit den Gedanken noch in den Kabinen. Und Fürths Trainer Kleine hatte mit Maderer den richtigen Joker ins Rennen geschickt. Nach nur zwei Minuten steckte Bodenröder von halbrechts auf ihn durch, der keine Mühe hatte, aus zehn Metern FCA-Schlussmann Matthias Götz zu überwinden.

Und es sollte noch schlimmer kommen: Nach einer Ecke der Fürther kam der Ball am langen Pfosten zu Jeffrey Schrödinger, der ihn vors Tor brachte. Aus dem Gewühl heraus versenkte Maderer (7.) das Leder ins rechte obere Eck. Das erste nennenswerte Lebenszeichen seitens der Vilsstädter sendete Sven Setz nach zwölf Minuten aus, doch sein Freistoß aus 25 Metern wurde abgewehrt, Frank Lincke setzte den Nachschuss weit über die Latte.

Wesentlich gefährlicher blieben aber die Mittelfranken, die erneut durch Maderer die nächste Möglichkeit hatten. Wieder von Bodenröder geschickt, tauchte er im Strafraum auf, wo ihm Götz gerade noch das Spielgerät vom Fuß fischen konnte (17.), ehe die Amberger Abwehr nach einer Ecke von Brian Gallo gerade noch auf der Linie klärte (25.). Fast im unmittelbaren Gegenzug überraschend der FCA-Anschlusstreffer, wobei Fürths Keeper Bastian Lerch dabei kräftig mithalf. Nachdem er den Ball schon sicher hatte, warf er ihn Seitz vor die Füße. Der nahm das Geschenk an und vollstreckte eiskalt aus 13 Metern flach rechts unten zum 1:2 (27.). Seine letzte Aktion, denn dabei verletzte er sich und wurde durch Sebastian Hauck ersetzt.

Trotz des Anschlusstreffers blieben die "kleinen Kleeblätter" spielbestimmend, wobei der FC vermehrt und mutiger den Weg nach vorne suchte, aber vorerst ohne Erfolg. Bis kurz vor dem Seitenwechsel: Erst bekam Fürth nach einer Ecke von Kai Hempel den Ball nicht weg (43.), dann lenkte SpVgg-Schlussmann Lerch den Kopfball von Michael Plänitz aus acht Metern reflexartig über die Latte (46.). Die Schlussoffensive des FC wurde schließlich doch noch belohnt, als Marco Wiedmann sich ein Herz fasste und sein Hammer aus 20 Metern im rechten oberen Winkel zum 2:2-Halbzeitstand einschlug.

Wesentlich wacher und selbstbewusster präsentierten sich die Gelb-Schwarzen in den zweiten 45 Minuten. Die logische Folge war die erste Chance: Nach einer Ecke kam Wiedmann zum Schuss (50.), der jedoch auf dem Rücken eines Fürther Abwehrspielers landete. Danach verflachte die Partie zusehends, was zum einen am durchaus hohen Tempo der ersten Halbzeit und zum anderen an den hochsommerlichen Temperaturen lag.

Für den nächsten Aufreger sorgten in der Schlussviertelstunde die Amberger, als seine Ecke zunächst abgewehrt und sein zweiter Versuch am langen Pfosten nur knapp verpasst wurde (74.). Die Fürther hatten in dieser Phase den Faden völlig verloren, fanden keinen Weg mehr, die sicher stehende FC-Abwehr zu überwinden. Anders der FC, der in der 83. Minute den Siegtreffer machen hätten müssen und in der Schlussphase voll auf Sieg spielten.
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