Neid, wohin man nur schaut
Angemerkt

Es ist so typisch: Da gönnt wieder mal einer jemandem nicht das Schwarze unter dem Fingernagel. Und wie nicht anders zu erwarten: Man verschanzt sich feige hinter einer anonymen Anzeige. Mit anderen Worten: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt.

Diese bittere Erfahrung musste jetzt Alexander Wagner machen. Einer, über dessen lobenswerte Initiative wir vor kurzem in unserer Zeitung berichtet hatten. Schließlich passiert es nicht alle Tage, dass sich ein Verein gründet, der Bedürftigen Computer zur Verfügung stellen möchte. Doch anscheinend hat sich da ein selbst ernannter Polizist gedacht, er müsse den Herrn Wagner verpfeifen. Was eigentlich ziemlich unnötig war, denn auch die Arbeitsagentur und das Jobcenter lesen aufmerksam die AZ.

Und auch dieser Fall ist die Bestätigung dafür: Wir leben in einer Neidgesellschaft. Da ist der Spruch "Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt" eher ein schwacher Trost. Dass das Amberger Jobcenter seinen Leistungsempfänger ausgerechnet an Heiligabend mit Post vom Amt beglückt, möchte man an dieser Stelle gar nicht näher kommentieren. Nur so viel: Das war schon ganz besonders feinfühlig.

juergen.kandziora@zeitung.org

Im Blickpunkt

Kickern für einen guten Zweck

Amberg. Die so wichtigen Sponsoren sind gefunden, pro Tor bekommt Flika von ihnen einen Euro. Das zweite Benefiz-Kickerturnier zugunsten des Fördervereins der Klinik für Kinder und Jugendliche geht am Samstag, 17. Januar, in der Turnhalle der Barbaraschule über die Bühne. Anpfiff ist um 9 Uhr, Registrierung ab 8 Uhr. Zuschauer haben freien Eintritt, über Spenden freut sich Flika aber.

Anmelden kann man sich bis 15. Januar ausschließlich schriftlich in allen Sparkassen-Filialen und im Klinikum St. Marien. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro pro Person und ist in der Sporthalle zu entrichten.

Erwachsenen-Turnier

Gespielt wird ausschließlich in Zweier-Teams. Aus Kapazitätsgründen können maximal 40 Mannschaften zugelassen werden. Die Spieler müssen mindestens zwölf Jahre alt sein.

Junior-Cup

Die Spieler treten ebenfalls in Zweier-Besetzung an. Sie müssen mindestens acht und dürfen höchstens zwölf Jahre alt sein. Mitmachen können acht Teams.
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