Neubau des Kindergartens in Raigering überschreitet die 1,5-Millionen-Marke
Etwas teurer als geplant

Hier macht Händewaschen Spaß: In der Kindertagesstätte St. Josef dürfen die Kleinen dieses Wasch-Rondell benutzen. Bild: sche
(sche) Die neue Kindertagesstätte St. Josef in Raigering ist zwar noch nicht offiziell eröffnet, aber bereits in Betrieb. Bei der Pfarrversammlung der Pfarrei Aschach-Raigering zog Kirchenpfleger Alfred Schorner nun eine erste Kostenbilanz. Dabei zeichnete sich ab, dass die ursprünglich für den Bau veranschlagten 1,537 Millionen Euro wohl nicht ganz reichen werden.

Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten in der Planungsphase habe sich die reine Bauzeit auf 14 Monate beschränkt. "Sicherlich stehen noch Arbeiten bei den Außenanlagen und den Spielgeräten aus, der betriebliche Ablauf ist dank des bewährten Kindergartenpersonals unter Leiterin Reinhilde Denninger und der Eltern aber bereits in routinierte Bahnen gelenkt", berichtete Schorner.

Die tatsächliche Kostenaufstellung liege noch nicht vor, es sei aber abzusehen, dass die Kostenschätzung von 1 537 000 Euro überschritten werde. Die Stadt Amberg trägt 535 000 Euro, der Freistaat Bayern 594 000 Euro, die Diözese Regensburg gibt 191 000 Euro. Die verbleibenden Restkosten hat die Kirchenstiftung Aschach-Raigering aufzubringen. "Es wäre schön, wenn die Zuschussgeber bei einer zu erwartenden Kostenüberschreitung dem Träger der Kindertagesstätte unter die Arme greifen würden", sagte Schorner. Der Kirchenpfleger dankte den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke für ihr Verständnis während der Bauzeit. Der Bau und die Gestaltung des zweigruppigen Kindergartens mit einer integrierten Krippengruppe werde von allen Seiten als sehr gelungen bezeichnet. Schorner: "Das bestätigten bei der Abnahme auch die Vertreter der Regierung der Oberpfalz und des Jugendamts Amberg."

Von wegen Profit

Beim laufenden Betrieb sei festzustellen, dass die Personalkostenzuschüsse und die Elternbeiträge die Betriebsausgaben nicht decken. "Es ist also nicht so, wie fälschlicherweise des Öfteren behauptet, dass die Kindergarteneinrichtung für die Kirchenstiftung gewinnbringend ist", erklärte der Kirchenpfleger. Pfarrer Eduard Kroher sprach von einer zunehmenden Bürokratisierung bei den Baumaßnahmen. Sie sei belastend und zeitaufwendig. Auch er hoffe, dass die Bereitschaft der kirchlichen Einrichtungen, kommunale Pflichtaufgaben zu übernehmen, gewürdigt werde.

Im Anschluss an das vielfältig aufgeführte Zahlenmaterial lud der Pfarrgemeinderat zu einem Weinfest ein, bei dem aber auch noch einiges zu diskutieren war. Eine offizielle Einweihung der Kindertagesstätte soll es erst zu Beginn des nächsten Jahres geben.
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