Neue Räume für Geschäftsstelle in der Salzgasse 1 eingeweiht - Ansprechpartner für Inklusion am ...
Integrationsfachdienst berät Arbeitgeber und Behinderte

"Unser Auftrag ist Integration." So kurz und bündig umschreibt der Integrationsfachdienst (ifd) Oberpfalz seine Aufgaben. Für die Stadt und den Landkreis wird der ifd vom neuen Büro in der Salzgasse 1 aus tätig. Drei Fachkräfte gestalten von hier aus das Erwerbsleben für Behinderte so reibungslos und unkompliziert wie nur möglich - für den Arbeitssuchenden mit Handicap und für den Arbeitgeber.

Durch die Zusammenarbeit mit den Auftraggebern, den Integrationsämtern Bayerns, den Rehabilitationsträgern und den Arbeitsagenturen entlasten die Mitarbeiter des ifd mit seinem Verbundpartner, der Diakonie Sulzbach-Rosenberg, Arbeitgeber und betriebliche Integrationsteams in allen Belangen rund um das Thema Behinderung am Arbeitsplatz.

Antworten auf Fragen

Wie der Direktor der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg, Michael Eibl, und die ifd-Leiterin für die Oberpfalz, Manina Sobe, bei der Segnung der neuen Räume durch Pfarrer Franz Meiler erläuterten, steht der ifd seit nahezu einem Jahrzehnt der regionalen Wirtschaft unterstützend zur Seite. Fachlich ausgebildet, können alle ifd-Mitarbeiter nicht nur Beschäftigungsmöglichkeiten aufzeigen, sondern bei Schwierigkeiten auch Lösungsansätze entwickeln.

Für den ifd ist Behinderung am Arbeitsplatz kein Hindernis. Der Zugriff auf ein breites Netzwerk von Spezialisten unterschiedlichster Fachrichtungen, Reha-Trägern, Integrationsämtern, Handwerkskammern oder Arbeitsagenturen garantiere laut ifd eine qualifizierte Unterstützung. Den Fokus auf die Bedürfnisse der Arbeitgeber gerichtet, entwickelt der ifd nicht nur neue Beschäftigungskonzepte für Menschen mit Handicap. Vielmehr informieren und beraten die Mitarbeiter vor allem Personalentscheider und helfen bei der Beantragung von Fördermitteln. Laut Sobe gehören die Arbeits- und Ausbildungsvermittlung für behinderte Arbeitssuchende und Schüler sowie die Sicherung von Jobs zu den wichtigsten Arbeitsbereichen des Integrationsfachdienstes. Zudem ist dieser auch in Phasen des Übergangs tätig, bei Menschen also, bei denen unklar ist, ob sie überhaupt beschäftigt werden können.

Arbeiten wie Essen

Wie Eibl in seinen Ausführungen darlegte, gilt ein besonderes Augenmerk den Behinderten in beschützenden Werkstätten. Manina Sobe hob auch die gute Zusammenarbeit mit dem Jobcenter hervor. Bürgermeisterin Brigitte Netta nahm in ihrem Grußwort eine Anleihe bei Wilhelm von Humboldt, der vor 200 Jahren festgestellt habe: "Das Arbeiten ist meinem Gefühl nach dem Menschen so gut ein Bedürfnis wie Essen und Schlafen." Diese vor 200 Jahren getroffene Feststellung sei immer noch aktuell.

Sie formuliere letztendlich nichts anderes als den Wunsch des Menschen nach Teilhabe am Arbeits- und somit am gesellschaftlichen Leben. Genau dies sei das Ziel des ifd, echte Inklusion am Arbeitsplatz zu ermöglichen. Der ifd betreue Abgänger von Förderschulen beim Übergang ins Berufsleben ebenso wie Arbeitnehmer, die nach Erkrankung an ihren ursprünglichen Arbeitsplatz nicht mehr zurückkehren können.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.