Neuer Elektroheizer wandelt ihn einfach in Wärme um
Überzähligen Strom effektiver nutzen

Stadtwerke-Betriebsingenieur Wolfgang Hüttner inspiziert die neue Anlage, die im Blockheizkraftwerk aus Strom Wärme macht. Bild: hfz
Rund 76 000 Euro netto haben die Stadtwerke in einen 1000 Kilowatt starken Elektroheizer investiert, der Wärme erzeugt und zeitgleich zur Sicherung der Energieversorgung beiträgt. Die nun in der ehemaligen Housing Area insgesamt zur Verfügung stehende Regelleistung beläuft sich laut einer Presse-Info im Endausbau auf 2,5 Megawatt.

Deutschlandweit sei es üblich, die Kraftwerke über sogenannte Lastprognosen zu steuern. Dabei handelt es sich um die Vorhersage des elektrischen Energieverbrauchs. Durch den Einsatz von erneuerbaren Energien sei es schwieriger geworden, die Netze stabil zu halten, teilt dazu Unternehmenssprecherin Karoline Gajeck-Scheuck mit: "Wenn es sonniger ist als erwartet oder mehr Wind weht als vorhergesagt, wird mehr Strom als prognostiziert produziert". Das müsse entsprechend ausgeglichen werden. Jetzt könne der überzählige elektrische Strom über den Elektroheizer in Wärme umgewandelt werden. Erneuerbare-Energien-Anlagen müssten nicht mehr abgeschaltet werden. Bereits produzierter Strom müsse nicht mehr vernichtet werden.

Bereits seit einem Jahr arbeitet im Blockheizkraftwerk Raseliushaus ein Elektroheizer mit 500 Kilowatt. Er läuft laut Gajeck-Scheuck in der sogenannten negativen Sekundärreserve, was bedeutet, dass er binnen fünf Minuten direkt vom übergeordneten Netz angefordert werden kann, wenn aktuell zu viel Strom erzeugt wird.
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