Neues Ziel in Utzenhofen

Yilmaz Topcu (Bild) soll weiter am Ball für die DJK Utzenhofen bleiben - zumindest noch für drei Partien in diesem Jahr: In Hirschau, gegen Königstein und im Nachholspiel am 29. November gegen den TuS Kastl. Bild: ref

Kurz vor der Winterpause kracht's in einigen Vereinen der Kreisliga Süd: Der SV Inter Bergsteig verliert seinen Trainer, und der einzige Titelkandidat der Liga hat die Reißleine gezogen.

Denn bereits vor dem Spiel vergangene Woche gegen Schmidmühlen entband die DJK Utzenhofen Yilmaz Topcu von seinem Amt, neuer Mann an der Seitenlinie ist Fußballabteilungsleiter Tobias Geitner. "Wir haben unser Ziel klar verfehlt", erklärt Geitner, der für die drei noch ausstehenden Spiele übernimmt. Dann soll's nach der Winterpause ein neuer Mann richten. Yilmaz Topcu bleibt Utzenhofen aber als Spieler - ebenfalls noch die drei Partien - erhalten, das, so Geitner, habe dieser zugesichert.

Die Gründe für das schlechte Abschneiden bisher seien aber vielfältig: "Wir mussten brutale Verletzungen verkraften, ständig sind vier Stammspieler ausgefallen. Jetzt am Wochenende fehlen nochmals zwei." Kein Wunder, dass Utzenhofen das Ziel korrigiert: "Nichtabstieg, wir wollen uns langsam ans Mittelfeld herantasten", sagt Geitner.

TuS/WE Hirschau       DJK Utzenhofen
(cgh) Zu Gast am Fuße des Monte Kaolino im letzten Heimspiel des Jahres 2015 ist am Sonntag die DJK Utzenhofen. Der Trainerwechsel bei der DJK zeigte Wirkung, wie der Sieg gegen Schmidmühlen offenbart hat. Die Kaoliner erwarten einen Gegner, der vor allem von der Physis lebt und den Aufwärtstrend fortsetzen will. Der TuS/WE musste in Haselmühl eine unerwartet hohe Niederlage einstecken, was an vielen eigenen Fehlern und mangelhafter Chancenverwertung lag.

Coach Jörg Gottfried erwartet von seinen Jungs am Sonntag eine hohe Laufbereitschaft und es wäre schon mal ein Lichtblick, wenn man mal nicht 0:1 zurückläge. Zu allem Überfluss fällt Kapitän Johannes Pfab wegen eines Kreuzbandrisses monatelang aus und verstärkt die eh schon massiven Personalsorgen der Kaoliner weiter. Welcher Kader am Sonntag das Feld betreten wird, entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining.

TuS Kastl       Germania Amberg
(hon) Die letzten neun Begegnungen zwischen den Schweppermännern und den Germanen waren immer spannend, fünfmal gab's ein Remis. Eine Herausforderung für den TuS Kastl dürfte die erneute Umstellung der Mannschaft sein, da wegen Verletzungen und Krankheit einige Spieler fehlen. Aber Jammern hilft auch nicht weiter. Bei den Gästen um Spielertrainer Thomas Ficarra lief es zu Saisonbeginn recht gut, aber nun zeigt die Formkurve leicht nach unten, die letzten beiden Spiele wurden sogar verloren. Dies lässt sich bei den Amberger Germanen auch auf einige verletzte Spieler und die damit verbundene enge Personaldecke zurückführen.

SV Schmidmühlen       SVL Traßlberg
(fop) Erst daheim gegen den SVL Traßlberg, dann bei Inter Bergsteig: Also Chancen für Schmidmühlen, das Punktekonto auf 20 zu erhöhen. Die Mannschaft von Ilker Caliskan gewann denkbar knapp mit 1:0 gegen Edelsfeld, hat aber mit 19 Gegentoren eine der besten Abwehrriegel der Liga (Schmidmühlen 37). Schmidmühlens Trainer Marco Eckstein hofft, dass man an die Leistungen aus den beiden letzten Heimspielen anknüpfen kann.

TSV Königstein       ASV Haselmühl
(jsb) Beide sind gemeinsam aus der Kreisklasse Süd in die Kreisliga aufgestiegen. Nachdem mehr als die Hälfte der Saison gespielt ist, lässt sich sagen, dass beide Aufsteiger in der Kreisliga mithalten können. Haselmühl kann sich vor allem auf die stabile Abwehr verlassen, die in 16 Spielen erst 14 Gegentore zugelassen hat. Torjäger Matthias Schmidt hat mehr als die Hälfte aller Treffer erzielt und führt die Torjägerliste mit 15 an. Zwei davon schoss er im Hinspiel, als der ASV gegen den TSV mit 3:1 gewann. Die Ringler-Elf zeigte sich zuletzt verbessert und holte aus den ersten beiden Rückrundenspielen gegen Ursensollen und in Rosenberg vier Punkte. Gerade der Sieg in Rosenberg war hinsichtlich der Tabellensituation enorm wichtig und sollte weiter Selbstvertrauen geben.

SSV Paulsdorf       SV Loderhof
(ac) Dem Schlusslicht kehrten zu Saisonbeginn viele erfahrene Akteure den Rücken und Loderhof befindet sich derzeit mit Trainer Greger im Neuaufbau mit den verbleibenden und neu hinzugekommenen jungen Spielern. Keinesfalls unterschätzen darf man die Gäste, die besser Fußball spielen als es ihr Tabellenstand aussagt. Ein großes Ausrufezeichen setzten die Gäste vor zwei Wochen mit dem Auswärtserfolg bei den Amberger Germanen. Der SSV musste in den letzten vier Begegnungen keine Niederlage einstecken und konnte sich somit einen dünnen Vorsprung zum Relegationsplatz erarbeiten. Bis auf die langzeitverletzten Seidl und Scherm kann Coach Wolfgang Grünwald auf den bewährten Kader der vergangenen Wochen zurückgreifen. Die junge SSV-Truppe will den Sprung ins Mittelfeld schaffen.

DJK Ursensollen       SV Raigering
(mdl) Die Raigeringer kamen lange nicht in Fahrt, stehten aber nach vier Siegen in Folge dort, wo viele sie bereits vor der Saison vermutet hatten - an der Tabellenspitze. Dorthin zurück will auch die DJK, die nach der Niederlage gegen Hirschau und dem Remis in Königstein in der Spitzengruppe etwas Federn lassen musste. Im Ursensollener Lager will man außerdem Revanche nehmen für die deutliche Niederlage im Hinspiel, in dem Raigering aufgrund gravierender Fehler der Sieg fast geschenkt wurde.

Auf Torwart Jakusevic und seine Vorderleute wird einiges an Arbeit zukommen, denn die Offensivreihe der Gäste um Spielertrainer Kratzer und Seidel hat sich in den vergangenen Partien warmgeschossen. Um den Abstand zur Tabellenspitze nicht komplett zu verlieren, wird die Steinl-Elf die wenigen Chancen nutzen müssen, damit die Zähler am Rängberg bleiben.

FC Edelsfeld       Inter Bergsteig
(bkn) Es scheint wie verhext: Bereits zum wiederholten Male musste der FC Edelsfeld durch späte Gegentreffer Federn lassen. So auch beim Gastspiel beim SVL Traßlberg, als man in der Schlussminute durch einen Foulelfmeter den sicher geglaubten Punkt verlor. Nun ist bei der letzten Heimpartie vor der Winterpause gegen den SV Inter Wiedergutmachung angesagt, wenn man nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern will. Da auch bei den Gästen nach gutem Saisonstart etwas Sand ins Getriebe gekommen ist, muss der FC Edelsfeld versuchen, über die Leidenschaft zurück in die Spur kommen. Wichtig wird sein, den brandgefährlichen Inter-Angreifer Oktay Türksever nicht aus den Augen zu lassen.
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