"Nicht blenden lassen"

FCA gegen FCA: Die Vorzeichen beim Duell zwischen dem FC Augsburg II und dem FC Amberg könnten kaum unterschiedlicher sein. Denn während die Schwaben mit dem Rücken zur Wand stehen, ist die Stimmung beim Aufsteiger aus der Oberpfalz bestens. Auch wenn Trainer Timo Rost warnt.

Die gute Stimmung soll - zumindest aus Sicht der FC-Amberg-Anhänger - auch nach dem Spiel heute um 18.30 Uhr im Rosenaustadion in Augsburg so bleiben. Die Chancen dafür stehen gut: Denn die U 23 des diesjährigen Europa-Cup-Teilnehmers aus Augsburg hat bisher noch nichts Positives abgeliefert, abgesehen von zwei Punkten, die man auf dem Konto hat. Die stammen aus einem 0:0 gegen Aschaffenburg (3. Spieltag) und einem 1:1 in Schweinfurt (6. Spieltag).

Der Treffer durch Albion Vrenezi an diesem Tag war übrigens das einzige Saisontor der Schwaben bisher. Sonst gab es nur Niederlagen gegen Fürth, Nürnberg, Ingolstadt, den Jahn und zuletzt gegen Unterhaching. Dementsprechend mau ist die Stimmung in Augsburg: "Wir sind nicht zufrieden. Jetzt kommt der achte Spieltag und wir wollen und müssen jetzt auch mal Punkte einfahren", fasst es Trainer Tobias Luderschmid (34) zusammen.

Eine der Hauptursachen für die derzeit schwachen Auftritte ist wohl auch der große Umbruch vor dieser Saison. Mehr als zehn Ab- und Neuzugänge galt es zu verkraften und zu integrieren, eine Mammutaufgabe für Luderschmid und sein Trainerteam: "Wir haben jetzt mit die jüngste Mannschaft der Liga, arbeiten aber auch schon seit Anfang Juni zusammen. Dass wir nach diesem Umbruch Zeit brauchen und dass es anfangs schwierig werden könnte, war uns klar. Aber wir müssen jetzt endlich die Qualität, die wir im Kader haben, in Ergebnisse umsetzen", fordert der 34-Jährige. Um den Bock endlich umzustoßen, muss aber vorher der FC Amberg aus dem Weg geräumt werden. Ein Gegner, vor dem man in Augsburg höchsten Respekt hat: "Den muss man auch haben. Beim FC läuft's einfach. Was das Selbstvertrauen angeht, kommt der FC Amberg wohl gleich hinter Regensburg."

Der FC Amberg verkauft sich derzeit bestens, steht mit zwölf Punkten und erst einer Niederlage auf Rang vier. Der Sieg am vergangenen Wochenende gegen Schweinfurt zeigte dann auch, dass der FC nicht nur schön spielen, sondern auch gegen erfahrene Teams dagegenhalten kann. "Es war sehr schwierig, aber wir haben uns von der Schweinfurter Spielweise nicht irritieren lassen. So ein Spiel zu gewinnen, ist ein brutal wichtiger Schritt für unsere Entwicklung", erklärt Ambergs Trainer Timo Rost. Selbstbewusst fahre man nach Augsburg, man wolle unbedingt gewinnen. Und doch warnt Rost: "Auch wenn es momentan gar nicht läuft bei den Augsburgern: Man weiß nie, wer da aus dem Erstligakader mit dabei sein wird. Wir werden uns aber sicher nicht von der aktuellen Tabellensituation blenden lassen."

Außer dem weiter angeschlagenen Andreas Graml wird auch Jan Fischer beruflich bedingt fehlen. Hinter dem Einsatz von Junior Torunarigha, der beim 4:1 gegen Schweinfurt vor einer Woche Doppeltorschütze war, steht wegen einer Muskelzerrung im Oberschenkel ein großes Fragezeichen. "Junior konnte die ganze Woche nicht trainieren, wir müssen das Abschlusstraining abwarten", so dazu Rost, der ansonsten auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Bleisteiner (22), Ceesay (15), Gorgiev (5), Göpfert (4), Jobst (23), Karzmarczyk (18), Hempel (14), Knorr (17), Schneider (20), Lincke (19), Plänitz (13), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11), Torunarigha (21).
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.