Nicht nochmal "so a Ratz'n"

Herbstzeit ist oft Regenzeit. Das hält die Damen nicht ab, trotzdem auf dem Fußballplatz den Herren zuzuschauen, wie sie dem Ball hinterherlaufen. Bild: Ziegler

Der TSV Königstein hat eine besondere Herausforderung vor sich. Wenn er die besteht, dann dürften sich in der Kreisklasse Süd gleich mehrere Mannschaften freuen.

Der Jahresausklang nähert sich auch in der Kreisklasse Süd, die nach den bisherigen 15 Spieltagen nach wie vor die DJK Ammerthal II auf der Spitzenposition sieht, gefolgt vom emsigen Neuling ASV Haselmühl. Dahinter spekuliert noch eine vierköpfige Verfolgergruppe mit dem FC Rieden, der SpVgg Ebermannsdorf, dem TSV Königstein und dem SV Kauerhof auf eine Serie, um nach oben aufzuschließen.

Das Mittelfeld besteht eigentlich nur aus dem SV Hahnbach II, dahinter ein Trio aus dem SV Köfering, dem SV Illschwang/Schwend und dem SV Etzelwang, das nur dezente Sorgen hat. Danach wird es für das verbleibende Quartett allerdings ziemlich eng, denn zwei Mannschaften müssen in die A-Klasse und ein Club in die Abstiegsrelegation.

Ganz düster schaut es für die SG DJK/FC Amberg III aus, nur ein Sieg, der harmloseste Sturm (16 Treffer) und mit Abstand die meisten Gegentore (63), da muss schon ein Fußballwunder her, um den Kopf noch aus der Abstiegsschlinge zu ziehen. Drei Punkte trennen das gefährdete Trio SV Raigering II, FC Schlicht und SF Ursulapoppenricht - das wird für den Rest der Saison sicherlich noch ein heißer Tanz. Im einzigen Match am Samstag, 8. November, erwartet der SV Hahnbach II den Wiederaufsteiger aus Ebermannsdorf. Der Gast hat sich bis dato auch sehr wacker geschlagen, muss aber bei der Bezirksligareserve, die jenseits von Gut und Böse steht, punkten, um nicht ins Mittelfeld zurückzufallen.

Großkampfstimmung in Ammerthal und in Kauerhof, denn dort treffen die Verfolger mit dem Führungsduo zusammen. Der Tabellenführer erwartet mit dem TSV Königstein eine spielstarke Mannschaft, die schon im Vorjahr zu den Spitzenmannschaften zu rechnen war und in diesem Jahr sich nach einem dürftigen Start auch wieder bei den Verfolgern festgesetzt hat. Wenn der Gast vorne noch ein bisschen mitreden möchte, sollte er beim Tabellenführer nicht verlieren - und damit wird das Spiel für die Jungs von Coach Christian Ringler eine ganz heiße Nummer.

Ähnlich sind die Vorgaben in Kauerhof, wenn der Vize ASV Haselmühl kommt. Die Hausherren könnten bei einem Heimdreier das Rennen um Platz zwei wieder mit neuen Spannungselementen versehen - bei einer Heimniederlage müssen sie sich dagegen im gediegenen Mittelfeld regenerieren.

Nahe an den Vilstalern aus Haselmühl sind mit Ebermannsdorf und dem FC Rieden zwei weitere Teams dran. Die junge Truppe aus Rieden hat durch ein paar sportliche Nadelstiche erstmal einen Platz weiter oben verpasst und steht im Match in Köfering auch vor Fingerzeigen, wohin der Weg gehen wird. Christian Boes, der erfahrene Coach des SV Köfering, ist mit dem bisherigen Saisonverlauf beim Tabellenachten "im Großen und Ganzen zufrieden, denn es war klar, dass wir nach den personellen Verlusten einen Neuanfang wagen mussten." Vieles hat also gepasst, aber nicht Alles, "denn so a Ratz'n wie gegen Haselmühl darf uns nicht mehr passieren, da fehlte es auch an der richtigen Einstellung", monierte der Trainer. Nach Etzelwang das zweite schlechte Spiel der jungen Equipe, über die der Übungsleiter seine Hand dennoch schützend hält. "Wir leben diese Saison mehr vom Kampfgeist, den wir Woche für Woche abrufen müssen."

Abstiegskampf pur in der Werner-von-Siemensstraße, wenn die SG DJK/FC Amberg III gegen den ebenfalls nicht ungefährdeten Neuling SF Ursulapoppenricht ihre letzte Chance auf fundierte Hoffnung noch einmal entfachen möchte. Der Gast könnte sich dagegen im Erfolgsfall ein wenig Luft verschaffen. Elf Punkte reichten für den zweiten Anzug der Panduren nur zum zweiten Abstiegsplatz. Punkte müssen her, um Schlicht und Ursulapoppenricht ins Schwitzen zu bringen. Platzherr Etzelwang könnte bei einem Dreier beruhigt in die Winterpause gehen.

Das schwebt auch dem SV Illschwang/Schwend vor, der seine Visitenkarte am Rennweg in Schlicht abgibt. Die Hausherren brauchen aber auch jeden Zähler, um das Abstiegsgespenst auf Distanz zu bringen - und bei einem Erfolg wären sie nur noch drei Punkte von der Spielgemeinschaft weg.
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